Biografie

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Stand: August 2021

Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien ist ein weltweit anerkanntes Spitzenorchester, das sich der Wiener Tradition des Orchesterspiels verbunden fühlt. Es ist bekannt für seine außergewöhnliche und mutige Programmgestaltung. Seit September 2019 ist Marin Alsop Chefdirigentin.

In Wien spielt das Orchester regelmäßig zwei Abonnementzyklen im Musikverein und im Konzerthaus und tritt alljährlich bei großen Festivals im In- und Ausland auf. Enge Bindungen bestehen zu den Salzburger Festspielen, zum musikprotokoll im steirischen herbst und zu Wien Modern. Tourneen führen das RSO Wien häufig in die USA, nach Japan, China, Thailand und Taiwan, Südamerika und Deutschland, u. a. in die Elbphilharmonie sowie in die Berliner, Kölner und Essener Philharmonie. Seit 2007 hat sich das RSO Wien durch seine kontinuierlich erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Theater an der Wien als Opernorchester etabliert.

Fast alle seiner Aufführungen werden im Rundfunk übertragen – insbesondere im Sender Ö1, aber auch im Ausland. Auch im Genre der Filmmusik ist das Orchester heimisch: Alljährlich dirigieren oscarprämierte Komponistinnen und Komponisten das RSO Wien bei der Gala Hollywood in Vienna. 2020 spielte es den Soundtrack zu Moonbound, einer animierten Neuverfilmung von Peterchens Mondfahrt, ein.

Das RSO Wien ging 1969 aus dem Großen Orchester des Österreichischen Rundfunks hervor. Unter seinen Chefdirigenten Milan Horvat, Leif Segerstam, Lothar Zagrosek, Pinchas Steinberg, Dennis Russell Davies, Bertrand de Billy und Cornelius Meister vergrößerte das Orchester kontinuierlich sein Repertoire und erwarb sich zunehmend internationales Renommee. Zu den Gästen am Dirigentenpult zählten u. a. Leonard Bernstein, Christoph von Dohnányi, Barbara Hannigan, Wolfgang Sawallisch, Giuseppe Sinopoli und Simone Young. Auch Komponisten wie Luciano Berio, Friedrich Cerha, Ernst Krenek, Bruno Maderna und Krzysztof Penderecki leiteten das Orchester. International renommierte Solistinnen und Solisten wie Khatia Buniatishvili, Renaud und Gautier Capuçon, Martin Grubinger, Lang Lang und Anna Netrebko treten regelmäßig mit dem RSO Wien auf.

Seine umfangreiche Aufnahmetätigkeit umfasst Ersteinspielungen von Werken der klassischen österreichischen Moderne und österreichischer Zeitgenossen. 2019 wurde die Live-Aufnahme von Gottfried von Einems Der Prozess bei den Salzburger Festspielen des Vorjahres mit dem Diapason d’Or und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Bereits dreimal gewann das RSO Wien den Opus Klassik, zuletzt 2020 für einen Teil der Gesamteinspielungen der Symphonien von Heinz Winbeck.

Das RSO Wien hat ein breit angelegtes Education-Programm mit Workshops für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. Bereits seit 1997 werden jedes Jahr hochbegabte Musikerinnen und Musiker in die RSO-eigene Orchesterakademie aufgenommen. Regelmäßig spielt das Orchester die Abschlusskonzerte der Dirigierklassen der Musikuniversität Wien.

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