ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien (RSO) ist ein weltweit anerkanntes Spitzenorchester, das Tradition mit Innovation verbindet. Gegründet 1969, ist das Orchester bekannt für seine außergewöhnliche Programmgestaltung. Werke des klassisch-romantischen Repertoires stehen neben Kompositionen der Moderne und zeitgenössischer Musik. Mit Marin Alsop als Chefdirigentin von 2019 bis 2025 und einer beeindruckenden Historie an künstlerischen Vorgängern hat es internationales Renommee aufgebaut. Ab 2026/27 wird Markus Poschner die Leitung übernehmen.
In Wien spielt das Orchester regelmäßig im Musikverein und im Konzerthaus und tritt alljährlich bei großen Festivals im In- und Ausland auf. Enge Bindungen bestehen zu den Salzburger Festspielen, dem musikprotokoll im steirischen herbst, dem Carinthischen Sommer und Wien Modern. Tourneen führen das RSO häufig in die USA, nach Südamerika, Asien sowie durch Europa, wo es u. a. in der Philharmonie de Paris, der Elbphilharmonie in Hamburg und bei den BBC Proms auftritt.
Seit 2007 hat sich das RSO durch seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem MusikTheater an der Wien als Opernorchester etabliert. Es gilt als Vorreiter für zeitgenössische Musik und ist ein gefragter Partner für Filmproduktionen, darunter Soundtracks zu preisgekrönten Filmen wie Kater und Moonbound sowie Einspielungen für österreichische TV- und Streamingserien wie Der Landkrimi, Vienna Blood und Universum.
Das RSO hat ein breit angelegtes Education-Programm mit Workshops für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen. Seit 1997 werden jedes Jahr hochbegabte Musiker·innen in die eigene Orchesterakademie aufgenommen.
Fast alle Aufführungen werden im Rundfunk übertragen — insbesondere im Sender Ö1, aber auch im Ausland. Die umfangreiche Aufnahmetätigkeit umfasst Ersteinspielungen von Werken der klassischen Moderne und österreichischer Zeitgenossen. 2019 wurde die Live-Aufnahme von Gottfried von Einems Der Prozess bei den Salzburger Festspielen mit dem Diapason d’Or und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Bereits fünfmal gewann das RSO den OPUS Klassik, zuletzt für die Violinkonzerte Prokofjews mit Tianwa Yang. Das Album City Noir mit Werken von John Adams wurde 2024 für einen Grammy nominiert; im Jahr darauf wurde es mit dem International Classical Music Award ausgezeichnet.
2024 erhielt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien den Österreichischen Musiktheaterpreis.
Mit dem Amtsantritt Markus Poschners sollen weitere Formate und neue Angebote eingeführt und das Profil als führende Stimme für die Musik unserer Zeit weiter geschärft werden.