Karl Markovics

Schauspieler

© Till Brönner

Karl Markovics begann seine professionelle Schauspielkarriere 1982 am Wiener Serapionstheater und arbeitete während der folgenden zwölf Jahre als freier Theaterschauspieler. Er trat in Michael Schottenbergs Theater im Kopf ebenso wie in Karl Welunscheks legendärem Wiener Ensemble auf. Es folgten zahlreiche Produktionen als Gast am Volkstheater Wien und im Theater in der Josefstadt.

Seine erste Filmrolle übernahm er 1991 in dem Kinofilm Hund und Katz von Michael Sturminger; 1993 spielte er den Kirchingerwirt in Paul Harathers tragikomischem Roadmovie Indien. Einem breiteren Publikum wurde der zweifache Romy-Preisträger in der Kategorie „Beliebtester Schauspieler“ (2007 und 2008) als Bezirksinspektor Stockinger, zuerst in der österreichischen Krimiserie Kommissar Rex, danach in der Spin-off-Serie Stockinger bekannt. Es folgten zahlreiche Film- und Fernsehrollen, u.a. in Drei Herren, Hinterholz 8, Late Show, Komm, süßer Tod, Franz Fuchs – Ein Patriot und in mehr als 50 weiteren Fernseh- und Kinoproduktionen. Die Hauptrolle des Salomon Sorowitsch in Stefan Ruzowitzkys Film Die Fälscher (2007), der bei der 80. Oscar-Verleihung in Los Angeles als „Bester nicht englischsprachiger Film“ ausgezeichnet wurde, war Markovics’ bislang größter internationaler Erfolg.

2011 gab Karl Markovics mit dem Spielfilm Atmen sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Der Film wurde zur Reihe Quinzaine des réalisateurs der 64. Filmfestspiele von Cannes eingeladen, mit 40 internationalen Preisen ausgezeichnet und 2012 mit sechs österreichischen Filmpreisen prämiert. 2015 folgte sein zweiter Kinofilm, Superwelt, 2019 Nobadi sowie der Fernsehfilm LandkrimiDas letzte Problem, bei dem er Regie führte und die Hauptrolle übernahm.

Gemeinsam mit weiteren österreichischen Filmschaffenden gründete er 2009 die Akademie des Österreichischen Films. Neben seiner Tätigkeit vor und hinter der Kamera trat Karl Markovics in den letzten Jahren regelmäßig auch als Interpret von Hörspielen und in Konzertlesungen auf.

mehr dazu weniger anzeigen
Stand: August 2025