Jacopo Facchini studierte Klavier sowie Chorleitung und Komposition, bevor er einen Abschluss in Operngesang machte. Später spezialisierte er sich bei Sara Mingardo, Gloria Banditelli, Monica Bacelli, Romina Basso, Michael Chance, René Jacobs und Gérard Lesne auf Barockgesang und arbeitete mit Alda Caiello an zeitgenössischem Repertoire.
2017 und 2018 leitete er die Chöre der Opernhäuser von Montpellier und Nancy. 2019 übernahm er die Leitung des Vokalensembles laBarocca. Im selben Jahr begann er seine Zusammenarbeit mit dem Coro Sinfonico di Milano.
2022 war er musikalischer Leiter des von ihm selbst konzipierten und von Damien Robert inszenierten Abends XV de c(h)œur an der Opéra National de Montpellier und studierte mit Il Canto di Orfeo La clemenza di Tito für eine konzertante Produktion mit Les Musiciens du Prince — Monaco ein, die unter der Leitung von Gianluca Capuano auf Europatournee ging. Bei den Salzburger Pfingstfestspielen studierte er 2023 mit Il Canto di Orfeo Glucks Orfeo ed Euridice, Haydns L’anima del filosofo und Monteverdis L’Orfeo ein; in Monteverdis Oper sang er zudem die Rolle des Dritten Hirten. 2024 kehrte er für La clemenza di Tito und Mozarts c-Moll-Messe, 2025 für Barrie Koskys Vivaldi-Pasticcio Hotel Metamorphosis nach Salzburg zurück.
Zu seinen jüngsten Projekten als Chorleiter zählen Monteverdis Marienvesper und die Uraufführung von Bruno Mantovanis Venezianischer Morgen in Monte Carlo sowie eine Produktion von Don Pasquale an der Opéra de Lausanne.
Als Sänger arbeitet Jacopo Facchini regelmäßig mit auf Alte Musik spezialisierten Vokal- und Instrumentalensembles zusammen, darunter Il Canto di Orfeo, Theatro dei Cervelli, Concerto Romano, Cantar Lontano, die Cappella Musicale Arcivescovile di San Petronio und L’Armonia degli Affetti.
Er wirkte in Zimmermanns Die Soldaten unter Ingo Metzmacher an der Mailänder Scala mit, war Solist in der Uraufführung von Adriano Guarnieris L’amor che move il mondo e l’altre stelle und war in einem Kurtág-Programm mit dem Orchestra Sinfonica di Milano unter Sylvain Cambreling zu hören.
Außerdem arbeitete er mit dem Divertimento Ensemble, dem mdi ensemble, Tempo Reale, dem Pianisten Cesare Picco sowie Roberto Cacciapaglia und dem Royal Philharmonic Orchestra zusammen.
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