Biografie

Ingo Metzmacher

Stand: August 2019

Die Arbeit des Dirigenten Ingo Metzmacher zeichnet sich durch den konsequenten Einsatz für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts sowie eine innovative Programmgestaltung aus. Neues hörbar und Bekanntes hörbar neu zu machen, ist seit Beginn seiner vielseitigen Karriere seine große Leidenschaft.

Zu seinen Projekten in der Spielzeit 2018/19 gehörten die Uraufführung von Johannes Maria Stauds Die Weiden in Wien, die Neuproduktion von Schostakowitschs Lady Macbeth von Mzensk in Paris und die französische Erstaufführung von Rihms Jakob Lenz beim Festival d’Aix-en-Provence. Er dirigierte Konzerte beim Cleveland Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, dem Ensemble Modern und leitete die Festkonzerte des Bundesjugendorchesters zu dessen 50-jährigem Bestehen. Im Mai 2020 werden die KunstFestSpiele Herrenhausen zum fünften Mal unter seiner künstlerischen Leitung stattfinden.

Ingo Metzmacher ist regelmäßig an den großen internationalen Opernhäusern zu Gast, darunter die Staatsopern in Berlin und Wien, das Royal Opera House, Covent Garden, die Mailänder Scala, das Teatro Real in Madrid, die Pariser Opéra sowie das Opernhaus Zürich. Ein weiterer Schwerpunkt der letzten Jahre waren Neuproduktionen von Musiktheaterwerken Luigi Nonos, Bernd Alois Zimmermanns, Harrison Birtwistles und Wolfgang Rihms bei den Salzburger Festspielen sowie Wagners Der Ring des Nibelungen am Grand Théâtre de Genève. Zudem gab er zahlreiche Konzerte mit den renommiertesten Orchestern, darunter die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, das Concertgebouw-Orchester, das Chicago Symphony Orchestra, die Tschechische Philharmonie, das Russische Nationalorchester, die Sankt Petersburger Philharmoniker, das Orchestre de Paris und das BBC Symphony Orchestra.

Metzmacher war Generalmusikdirektor der Hamburgischen Staatsoper von 1997 bis 2005, die er mit umjubelten, international viel beachteten Aufführungen, von denen viele in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Peter Konwitschny entstanden, nachhaltig prägte. Anschließend war er Chefdirigent der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam und von 2007 bis 2010 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin.

Metzmachers umfangreiche Diskografie umfasst u.a. Veröffentlichungen seiner Hamburger Silvesterkonzerte von 1999 bis 2004 unter dem Titel Who Is Afraid of 20th Century Music?, die Gesamteinspielung der Symphonien von Karl Amadeus Hartmann mit den Bamberger Symphonikern, die Uraufführung von Hans Werner Henzes 9. Symphonie mit den Berliner Philharmonikern und Olivier Messiaens Éclairs sur l’Au-delà… mit den Wiener Philharmonikern.

Er ist Autor der Bücher Keine Angst vor neuen Tönen und Vorhang auf! Oper entdecken und erleben.

 

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