Giuseppe Di Iorio
Lichtdesign
Giuseppe Di Iorio wurde 1965 in Neapel geboren. Nach dem Studium an der Guildhall School of Music and Drama in London begann er als Lichtdesigner zu arbeiten, realisierte Projekte für Innenräume sowie Live-Aufführungen und spezialisierte sich ab 2001 auf Opern. Zu seinen neueren Arbeiten als Lichtdesigner zählen Simon Boccanegra am Teatro La Fenice, Venedig, Antigone, König Ödipus und Ödipus auf Kolonos im Teatro Greco in Syrakus, Król Roger, Hrabina, Rusalka und Paria am Teatr Wielki in Posen, Polen, die Show Le Grand Hôtel de l’Opéra am Teatro della Pergola, Florenz, Villa Belcanto am Teatro Regio in Parma, Nabucco am Teatro Comunale Modena, Faust am Teatro Massimo in Palermo, Lucia di Lammermoor am Teatro Comunale di Bologna, La forza del destino und La bohème an der Griechischen Nationaloper in Athen, Gianni Schicchi – Pierrot lunaire für die Stiftung Haydn am Stadttheater Bozen, Puccinis Edgar an der Opéra Nice Côte d’Azur, Les Contes d’Hoffmann am Litauischen Nationaltheater in Vilnius und Raymonda für das Royal Danish Ballet.
Seine Arbeit führte ihn an wichtige Häuser wie das Gran Teatre del Liceu, Barcelona (Un ballo in maschera), zum Festival Donizetti Opera in Bergamo (Lucia di Lammermoor) und ans Lido 2 Paris (Stephen Sondheims A Funny Thing Happened on the Way to the Forum und Cabaret). Zu weiteren Produktionen, an denen Giuseppe Di Iorio mitwirkte, zählen Nabucco, Idomeneo und Le nozze di Figaro an der Oper Göteborg, Der fliegende Holländer, Madama Butterfly, Anna Bolena und Tristan und Isolde (Teatro Nacional de São Carlos, Lissabon) sowie Un ballo in maschera, La forza del destino und Falstaff beim Festival Verdi, Parma, in Montpellier und an der Royal Danish Opera. Er kreiert das Licht für klassisches Opernrepertoire ebenso wie für zeitgenössische und ortsspezifische Produktionen wie u. a. seine Kooperationen mit der Birmingham Opera beweisen, darunter Lady Macbeth von Mzensk, Wake, Dido and Aeneas, Life is a Dream und The Ice Break. Er gestaltete außerdem das Lichtdesign für Tristan und Isolde am Megaron in Athen, Macbeth am Teatro del Maggio Musicale Fiorentino und Boris Godunow am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg.
Giuseppe Di Iorio wurde mit wichtigen Preisen bedacht, darunter der Premio Abbiati 2018 für La bohème am Teatro Comunale di Bologna sowie 2017 für Stiffelio beim Festival Verdi, Parma. Ausgezeichnet wurden außerdem die Produktionen Hipermestra beim Glyndebourne Festival, My Fair Lady und Singin’ in the Rain in Chicago, am Mariinski-Theater und am Théâtre du Châtelet in Paris sowie Der Ring des Nibelungen, Tristan und Isolde und Anna Bolena am Teatro Nacional de São Carlos, Lissabon. Zu seinem Repertoire zählen zudem Wagner-Opern wie Das Rheingold (ausgezeichnet mit dem Premio Abbiati 2013), Die Walküre, Siegfried und Götterdämmerung (Teatro Massimo, Palermo) sowie Rossinis Mosè in Egitto und Guillaume Tell (Rossini Opera Festival Pesaro). Bei den Salzburger Festspielen war er bereits 2008 als Lichtdesigner in Stephen Langridges Inszenierung von Verdis Otello zu Gast.