Georg Nigl

Bariton

© Anita Schmid

Der österreichische Bariton Georg Nigl ist eine zentrale Figur im europäischen Musikleben. Er tritt regelmäßig an führenden Opernhäusern wie den Staatsopern in Berlin, München, Hamburg und Wien, der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam, dem Opernhaus Zürich, der Mailänder Scala und dem Teatro Real in Madrid auf, zudem bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, der Ruhrtriennale, dem Festival d’Aix-en-Provence und den Wiener Festwochen. Er arbeitete mit renommierten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Teodor Currentzis, Nikolaus Harnoncourt, René Jacobs, Kent Nagano und Kirill Petrenko sowie Regisseur·innen wie Andrea Breth, Romeo Castellucci, Frank Castorf, Claus Guth, Barrie Kosky, Tobias Kratzer, Hans Neuenfels, Dmitri Tcherniakov und Sasha Waltz.

Höhepunkte in der Saison 2025/26 beinhalteten die Wiederaufnahmen von Kurtágs Fin de partie und Ligetis Le Grand Macabre sowie Alberich (Das Rheingold) an der Wiener Staatsoper, die Uraufführung von Olga Neuwirths Monster’s Paradise in Hamburg und Zürich sowie Auftritte mit dem Concentus Musicus Wien im Wiener Musikverein und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Simon Rattle in München.

Er gilt als Impulsgeber für Kompositionen von Friedrich Cerha, Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Mitterer, Olga Neuwirth, Wolfgang Rihm und Matthias Pintscher.

Zu wichtigen Auftritten zählten die Uraufführungen von Beat Furrers Violetter Schnee in Berlin und Dusapins Macbeth Underworld an der Monnaie in Brüssel sowie Klingsor (Parsifal) bei den Tiroler Festspielen Erl. In Salzburg war er u. a. in Henzes Das Floß der Medusa, Dallapiccolas Il prigioniero, Rihms Jakob Lenz und seiner Reihe Kleine Nachtmusiken zu erleben. Wichtige Rollen umfassen zudem Wozzeck, Monteverdis Orfeo und Ulisse, Eisenstein (Die Fledermaus) und Don Alfonso (Così fan tutte).

Für seine Einspielungen erhielt er zahlreiche Preise. Das Album Bach privat wurde mit dem Diapason d’Or, sein Album Vanitas mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Zuletzt veröffentlichte er 2025 mit Alexander Gergelyfi das Album Mozart’s Clavichord bei Alpha Classics.

2015 wurde Georg Nigl von der Zeitschrift Opernwelt für seine Interpretation von Rihms Titelfigur Jakob Lenz zum „Sänger des Jahres“ gekürt, 2025 erhielt er für seine Darstellung des Nekrotzar (Le Grand Macabre) den Österreichischen Musiktheaterpreis.

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Stand: Juli 2026

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