Heute auf dem Programm

Das Coronavirus stellt die Gesellschaft vor die größte Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Noch nie zuvor ist das Kulturleben in Friedenszeiten und in demokratischen Ländern so einschneidend eingeschränkt worden. Die Salzburger Festspiele wurden in einer Zeit größter Not als mutiges Projekt gegen die Krise gegründet. Max Reinhardt war davon überzeugt, dass nur die Kunst die vom Krieg gegeneinander gehetzten Menschen, ja Völker, wieder versöhnen könnte. – Die Kunst nicht als Dekoration, sondern als Lebensmittel und Lebenssinn. Dass die Festspiele nun in modifizierter und verkürzter Form vom 1. bis 30. August stattfinden können, lässt diesen Gründungsgedanken – Die Kunst als Lebensmittel und Lebenssinn – aktueller denn je erscheinen.
Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler dazu: „Ich habe keine Minute daran gezweifelt, dass wir in diesem Sommer spielen würden. Nikolaus Harnoncourt war fest davon überzeugt: ‚Wenn wir, die Künstler, gut sind, dann gehen die Menschen anders aus der Vorstellung heraus, als sie hineingekommen sind.‘ – Genau dieses Erlebnis wollen wir unseren Besuchern auch dieses Jahr schenken.“

„In einer Zeit, in der eine gewisse Orientierungslosigkeit herrschte, haben die Festspiele Entscheidungen getroffen, die sich im Nachhinein als hoffentlich richtig herausgestellt haben. Dass wir mit der Entscheidung, ob es Festspiele geben kann, gewartet haben, war eine Mischung aus Hoffnung, Traum und vielleicht auch Intuition, dass sich die Fallzahlen der Pandemie doch in eine Richtung entwickeln könnten, die ein Zusammenfinden von Menschen möglich machen. Denn um nichts Anderes geht es bei Festspielen. In den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass die Sehnsucht nach diesem Zusammenfinden übergroß geworden ist. Auch die virtuellen Angebote und Streaming, die jede Aura der Kunst ausschließen, können diese Sehnsucht nicht ganz erfüllen. Wir werden in diesem Jahr Festspiele erleben, die anders sind. Wir werden Festspiele erleben mit deutlich weniger Veranstaltungen, mit einem deutlich geringeren Kartenangebot und damit auch weniger Zuschauern. Und es werden Festspiele sein, die jedem Sicherheitsanspruch gerecht werden“, sagt Intendant Markus Hinterhäuser.

„Bei aller Freude, gemeinsame Kunsterlebnisse bei den Salzburger Festspielen zu ermöglichen, steht die Gesundheit aller Beteiligten im Vordergrund. Deshalb werden wir selbstverständlich alle von der Bundesregierung verordneten Maßnahmen penibel befolgen, aber diese, wenn notwendig in unserer Eigenverantwortung noch ergänzen und übertreffen. Die Festspiele müssen und wollen in Coronazeiten, auch was die Sicherheit betrifft, Maßstäbe setzen“, erklärte der Kaufmännische Direktor Lukas Crepaz.

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Absage Pfingstfestspiele 2020

6. April 2020

Bis zuletzt hegten wir die Hoffnung, dass sich durch die konsequenten und beherzten Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung die Lage rechtzeitig entspannt und die Pfingstfestspiele 2020 stattfinden können. Wie in der Pressekonferenz der Bundesregierung vom 6. April 2020 verkündet, ist es aber, um die bisherigen Erfolge zur Eindämmung des Coronavirus nicht zu gefährden, notwendig Veranstaltungen aller Art bis Ende Juni in Österreich zu untersagen.

Daher ist auch die Abhaltung der diesjährigen Pfingstfestspiele zu unserem großen Bedauern untersagt. Aber natürlich hat auch für uns die Gesundheit Priorität vor allen künstlerischen und ökonomischen Anliegen. Selbstverständlich erhalten Sie für Ihre erworbenen Karten den Eintrittskartenpreis zurück.

Information Coronavirus

31. Juli 2020: Initiative Salzburger Festspiele
Die Salzburger Festspiele, der Salzburger Altstadtverband und die Wirtschaftskammer Salzburg haben in Zeiten steigender COVID-19 Infektionen eine große gemeinsame Initiative ins Leben gerufen. Damit soll zum einen der hervorragende Ruf der Mozartstadt als Reiseziel erhalten und zum anderen vermieden werden, dass die zurecht so gefürchteten Cluster entstehen können. Hier erfahren Sie mehr zur Initiative „Partnerbetrieb – sichere Festspiele“.

8. Juli 2020: Information zum Corona-Fall
Eine temporäre Mitarbeiterin der Salzburger Festspiele, die am 18. Juni 2020 nach negativer Initialtestung den Dienst angetreten hat, wurde leider heute positiv auf Corona getestet. Glücklicherweise zeigt sie bisher nur leichte Symptome wie Halskratzen. Da sie, wie im Präventionskonzept der Salzburger Festspiele vorgesehen, ein Gesundheits- und Kontakttagebuch führte, konnten alle Kontaktpersonen der Kategorie I sofort dem Gesundheitsamt genannt werden.

Zur Erklärung: Kontaktpersonen der Kategorie I sind Personen, die sich länger als 15 Minuten in einem Abstand von weniger als 2m im selben Raum aufgehalten haben.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Festspiele, die zur Kontaktpersonengruppe I gehören, begeben sich nun für 14 Tage in Quarantäne. Um besondere Vorsicht walten zu lassen, testen die Festspiele aber auch über die Kategorie I hinaus (also auch jene, die kürzer oder weiter entfernt im Kontakt mit der getesteten Mitarbeiterin waren). Die 5 mit der Corona-Infizierten Person in Kontakt Stehenden sind alle negativ getestet worden.

Leider musste somit das Präventionskonzept erstmals seine Praktikabilität beweisen, was glücklicherweise gelungen ist. Durch die festgelegten Abläufe und Maßnahmen, wie das Gesundheits- und Kontakttagebuch, konnte das oberste Gebot des raschen Containments, der sofortigen Nachverfolgbarkeit erfüllt werden.

Die Vorbereitungsarbeit für die Festspiele ist durch diesen bedauerlichen Fall nicht gefährdet.

Informationen zum Präventionskonzept, Stand 9. Juni 2020
Die Festspiele haben ihr Programm modifiziert, die Spielstätten von 16 auf 8 reduziert. Das Haus hat bereits ein Präventionskonzept erarbeitet, das derzeit mit dem Expertenbeirat und den Behörden abgestimmt wird. Dieses wird laufend den neuen Entwicklungen angepasst.

Dem Expertenbeirat gehören an:

Prim. Univ.-Prof. Dr. Uta Hoppe – Vorstand Universitätsklinik für Innere Medizin II der PMU, Kardiologie und internistische Intensivmedizin mit Notaufnahme
Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Studnicka – Vorstand Pneumologie des Universitätsklinikum Salzburg
Priv.-Doz. Dr. Markus Hell – Facharzt für klinische Mikrobiologie und Hygiene, Medilab Salzburg
OA Dr. Bodo Kirchner – Facharzt für Innere Medizin, Hygienebeauftragter Arzt des Unfallkrankenhauses Salzburg, u.a. Obmann des Vereins der Theater- und Festspielärzte
Dr. Josef Schlömicher-Thier – Facharzt für HNO und Arbeitsmediziner der Salzburger Festspiele

Eckpunkte des Sicherheits- und Präventionskonzepts, Stand 8. Juni 2020

Die aufgrund der Corona-Pandemie modifizierten und deutlich reduzierten Salzburger Festspiele werden unter Einhaltung aller von der Bundesregierung verordneten Maßnahmen und weitergehender selbst auferlegter Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. Das Präventionskonzept wird aktuell mit dem oben genannten Expertenbeirat und den Behörden abgestimmt und jeweils auf neue Entwicklungen angepasst. Eckpunkte des Präventionskonzeptes für das Publikum und für die Mitarbeiter sind derzeit:

Publikum

  • Generelle Maskenpflicht außer am Sitzplatz während der Vorstellung
  • Aktive Publikumsleitung als Unterstützung zur Einhaltung der 1-Meter-Abstandsregel: u.a. Sektoreneinteilung nach baulicher Maßgabe der Spielstätten
  • Um größere Ansammlungen zu vermeiden und so das Infektionsrisiko zu minimieren, wird es
    • eine deutliche Reduktion an Spielstätten und Veranstaltungen geben, statt der ursprünglich vorgesehenen 16 wird es nun 8 Spielstätten geben.
    • eine Entkoppelung von Einlass- und Auslasszeiten geben. Es soll nicht wie in normalen Festspielsommern gleichzeitig Veranstaltungen in den Festspielhäusern geben, um zu vermeiden, dass die Publikumsströme aufeinandertreffen.
    • keine Pausen und generell keine Bewirtung geben. Da die Kontrolle von Warteschlangen vor Buffet und Toilette sehr schwierig wäre, wird es generell keine Bewirtung geben. Das heißt es wird keine Buffets auf den Festspielstätten, auch nicht vor und nach den Vorstellungen geben.
  • Personalisierte Eintrittskarten, um den Behörden ein schnelles Contact Tracing zu ermöglichen. Der Käufer muss bei der Ticketkontrolle seinen Ausweis unaufgefordert vorweisen.
  • Besondere Hygienemaßnahmen: u.a. Desinfektionsspender an allen Eingängen sowie an den neuralgischen Punkten, häufig wiederkehrende Reinigung von Kontaktflächen, etc.
  • Deutliche Reduktion der Sitzplätze unter Einhaltung der Abstandsregeln: Diese sind prinzipiell im Schachbrettmuster angelegt. In Bereichen mit mehr als 1 Meter Abstand zu den dahinterliegenden Sitzplätzen, werden andere Formen der Platzbelegung geprüft.
  • Das Publikum wird über alle Informationskanäle der Salzburger Festspiele rechtzeitig vor Festspielbeginn im Detail über die dann aktuellen Sicherheitsmaßnahmen informiert.

    Künstlerinnen und Künstler / Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

  • Deutliche Modifizierung und Ausdünnung des Proben- und Spielplans und der künstlerisch-technischen Disposition der Salzburger Festspiele 2020
  • Verpflichtende Initialtestung und Vorlage eines Attests für alle Künstlerinnen und Künstler sowie temporäre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Aufnahme der Tätigkeit (nicht älter als 4 Tage)
  • Verpflichtende Hygieneregeln und Regeln zur Verwendung des Mund-Nasen-Schutz
  • Einteilung in drei Gruppen mit entsprechenden zusätzlichen Präventionsmaßnahmen:
  • Rote Gruppe
    Bühnenakteure, die die Abstandsregeln nicht einhalten können und keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können: PCR-Screening, Gesundheitstagebuch, Hygieneregeln, Verhaltensregeln

    Orange Gruppe
    Künstlerinnen und Künstler, die prinzipiell Abstand einhalten können, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kontakt zur roten Gruppe, die MNS tragen können: Initialtestung, Gesundheitstagebuch, temporärer MNS gemäß Präventionskonzept, Hygieneregeln, Verhaltensregeln

    Gelbe Gruppe
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zu jeder Zeit die Abstandsregeln einhalten können: Initialtestung, temporärer MNS gemäß Präventionskonzept, Hygieneregeln, Verhaltensregeln

    25. Mai 2020
    Die Salzburger Festspiele werden 2020 vom 1. August bis 30. August stattfinden, allerdings wegen der Corona-Sicherheitsmaßnahmen in modifizierter und verkürzter Form. Alle Infos dazu finden Sie hier

    15. Mai 2020
    Modifizierte Festspiele scheinen möglich. Alle Infos dazu finden Sie hier

    6. April 2020
    Wie in der Pressekonferenz der Bundesregierung vom 6. April 2020 verkündet, ist es aber, um die bisherigen Erfolge zur Eindämmung des Coronavirus nicht zu gefährden, notwendig Veranstaltungen aller Art bis Ende Juni in Österreich zu untersagen. Daher ist auch die Abhaltung der diesjährigen Pfingstfestspiele zu unserem großen Bedauern untersagt.

    Bitte beachten Sie folgende Änderungen, die durch den Coronvirus nötig wurden:

  • Vorerst finden keine öffentlichen Führungen und Gruppenführungen durch die Festspielhäuser statt.
  • Die Salzburger Landesausstellung „Großes Welttheater – 100 Jahre Salzburger Festspiele“ konnte nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt (25.4.) starten und wird nun vom 26. Juli 2020 bis 31. Oktober 2021 gezeigt.
  • Ebenso wurde die künstlerische Intervention „Der Traum von einem Feentempel“ verschoben und findet nun von August bis Dezember 2020 statt.
  • Sie haben noch Fragen?

  • Unser Kartenbüro am Herbert-von-Karajan-Platz 11 ist für den persönlichen Kundenverkehr zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar, sowie telefonisch oder per E-Mail.
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    100 Jahre Salzburger Festspiele