Camerata Salzburg

Orchester

© IGOR STUDIO

Die Camerata Salzburg zählt zu den weltweit ältesten und traditionsreichsten Kammerorchestern. Sie ist eines der Stammensembles der Salzburger Festspiele sowie der Mozartwoche und hat einen eigenen Abonnementzyklus im Großen Saal der Stiftung Mozarteum. Zudem erhält sie internationale Einladungen in bedeutende Spielstätten wie das Wiener Konzerthaus, die Elbphilharmonie in Hamburg, das Concertgebouw Amsterdam, das Auditorio Nacional in Madrid, das Teatro Colón in Buenos Aires und die Suntory Hall in Tokio.

2025/26 war sie bei den Sommets Musicaux de Gstaad, dem Festival der Nationen und dem Schleswig-Holstein Musik Festival zu erleben und ist mit Lukas Sternath unter Antonello Manacorda beim Carinthischen Sommer zu Gast. Unter dem Titel „Mozart in Asien“ war das Ensemble zudem im Juni 2026 auf Tournee in Japan und Südkorea. Im Oktober wird eine Mittel- und Südamerikatournee folgen.

Seit 2016 übernehmen die Musiker·innen der Camerata die künstlerische Leitung selbst. So wird das Orchester alternierend von seinen beiden Konzertmeistern, Gregory Ahss und Afanasy Chupin, als jeweiligem Primus inter Pares geleitet. Darüber hinaus arbeitet es mit Gastdirigenten wie Ivor Bolton, Maxim Emelyanychev, Philippe Herreweghe, François Leleux, Finnegan Downie Dear und Thomas Hengelbrock.

Es war vor allem der typische „Salzburger Mozart-Klang“, der die Camerata über viele Jahre hinweg zu einer Kulturbotschafterin der Mozartstadt Salzburg werden ließ. Im Zentrum des Repertoires standen das Schaffen des Genius Loci Wolfgang Amadeus Mozart sowie die Werke der Wiener Klassik. Inzwischen spannt sich das Repertoire der Camerata vom Barock über das 20. Jahrhundert bis hin zu zeitgenössischer Musik, Kompositionsaufträgen und Uraufführungen. Heute ist das Orchester für seine kraftvolle, lebendige und zugleich berührende Spielweise weltweit bekannt.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet die Camerata mit ihren künstlerischen Partner·innen Janine Jansen und Julian Prégardien. 2025/26 arbeitete sie zudem mit Julia Hagen, Hayato Sumino, Alexander Sitkovetsky, François Leleux, Václav Luks, Elisabeth Leonskaja, Rudolf Buchbinder, Kian Soltani, Maria João Pires und Fazıl Say.

Schon bei der Gründung im Jahr 1952 durch Bernhard Paumgartner war das künstlerische Credo klar: Musizieren in Eigenverantwortung mit Gemeinschaftssinn — eine Maxime, die bis heute gelebt wird. Als große Inspiratoren und langjährige Leiter prägten Bernhard Paumgartner, Sándor Végh und Roger Norrington sowie Leonidas Kavakos und Louis Langrée das Orchester nachhaltig.

Ein besonderes Augenmerk legt die Camerata auf die Nachwuchsentwicklung. Regelmäßige Musikvermittlungsprogramme führen die Musiker·innen in Kindergärten und Schulen.

Im Laufe von 75 Jahren legte die Camerata viele Platten- und CD-Einspielungen vor. Jüngste Einspielungen bei der Deutschen Grammophon umfassen Aufnahmen mit Hélène Grimaud (Mozart, Silvestrov, Schumann) unter Giovanni Guzzo und Kian Soltani (Schumann) unter Gregory Ahss. Im Februar 2026 erschien das Strawinsky-Album Muses unter Giovanni Guzzo beim Label Channel Classics.

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Stand: Juli 2026

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