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PROGRAMMDETAIL

Oratorium · La morte d’Abel

AUFFÜHRUNG

  • 09. Juni, 11:00 Uhr

PROGRAMM

ANTONIO CALDARA La morte d’Abel
Azione sacra in zwei Teilen (1732)
Libretto von Pietro Metastasio

Programm drucken (PDF)

INTERPRETEN

Gianluca Capuano, Musikalische Leitung
Alois Glaßner, Choreinstudierung
Nahuel Di Pierro, Adamo
Julie Fuchs, Eva
Christophe Dumaux, Caino
Lea Desandre, Abel
Nuria Rial, Angelo
Il canto d’Orfeo
Bachchor Salzburg

ZUR PRODUKTION

Oper und Oratorium – im frühen und mittleren 18. Jahrhundert waren die Grenzen zwischen den beiden besonders repräsentativen Genres oftmals fließend. Ästhetische Unterschiede gab es nur bedingt, erwartete man doch hier wie dort virtuose wie kantable Arien, plastische Rezitative und eingängige Instrumentalsätze. In Wien war das nicht anders als in Italien, woher viele jener Komponisten kamen, die nördlich der Alpen Anstellung fanden und Ruhm erlangten. Zu ihnen zählt Antonio Caldara, der ab 1716 als Vizekapellmeister am Wiener Hof wirkte und dort eine ungemein produktive kompositorische Tätigkeit entfaltete, die rund 80 Opern, mehr als 40 Oratorien und zahlreiche kirchenmusikalische Werke umfasste. Der Ruf der Habsburgerresidenz als einer führenden europäischen Musikstadt wurde durch Caldara wesentlich gefestigt.

La morte d’Abel, auf einen Text des berühmten Pietro Metastasio und für den Kastraten Farinelli geschrieben, kam erstmals im April 1732 in der Wiener Hofkapelle zur Aufführung. Das Libretto folgt der biblischen Erzählung: Der Hirte Abel wird von seinem Bruder, dem Ackerbauern Kain, getötet, weil sich dieser in der Gunst Gottes benachteiligt fühlt – seinen Rachegefühlen wird er nicht anders Herr, als bis zum Äußersten zu gehen. Kain muss fortan mit seiner schweren Schuld leben, ein warnendes Beispiel für die Nachgeborenen.

Der Goldgekrönte Zaunkönig und der Rubingekrönte Zaunkönig, Farbstich von Johann Michael Seligmann nach George Edwards., © Private Collection/Purix Verlag Volker Christen/Bridgeman Images.

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