anmelden | registrieren
EN  |  DE

SALZBURGER FESTSPIELE | KONZERT 2018

Matthäus-Evangelium (Film)

Kollegienkirche

Werke von Pier Paolo Pasolini

Mozart-Matinee · Minasi

Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Andreas Ottensamer, Simona Šaturová, Benjamin Bruns, Henning von Schulman, Bachchor Salzburg, Alois Glaßner, Mozarteumorchester Salzburg, Riccardo Minasi
Werke von Wolfgang A. Mozart, Ludwig v. Beethoven

Kammerkonzert Faust · Goltz · Bezuidenhout

Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Isabelle Faust, Kristin von der Goltz, Kristian Bezuidenhout
Werke von Johann Sebastian Bach, Heinrich Ignaz Franz Biber

Klangforum Wien · Volkov · The Orlando Consort

Kollegienkirche

Interpreten: Evert Sooster, Klangforum Wien, Ilan Volkov, The Orlando Consort
Werke von Galina Ustwolskaja, Carl Theodor Dreyer

Klaviersonaten – Hinterhäuser

Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Markus Hinterhäuser
Werke von Galina Ustwolskaja

Collegium Vocale Gent · Herreweghe · Klangforum Wien · Volkov  

Kollegienkirche

Interpreten: Collegium Vocale Gent, Orchester des Collegium Vocale Gent , Philippe Herreweghe, Marino Formenti, Klangforum Wien, Ilan Volkov
Werke von Heinrich Schütz, Galina Ustwolskaja

Klangforum Wien · Volkov   

Stiftung Mozarteum – Großer Saal

Interpreten: Evert Sooster, Florian Müller, Klangforum Wien, Ilan Volkov
Werke von Galina Ustwolskaja

Officium 1 – La Capella Reial · Hespèrion XXI · Savall      

Kollegienkirche

Interpreten: Michael König, Andrés Montilla-Acurero, La Capella Reial de Catalunya, Hespèrion XXI, Jordi Savall

Jordi SavallMusikalische Programmzusammenstellung und Leitung
Maria Bartels, Dramaturgisches Gesamtkonzept und Textauswahl


Werke von Tomás Luis de Victoria

h-Moll-Messe – Collegium Vocale Gent · Herreweghe

Felsenreitschule

Interpreten: Dorothee Mields, Margot Oitzinger, Alex Potter, Thomas Hobbs, Peter Kooij, Collegium Vocale Gent, Orchester des Collegium Vocale Gent , Philippe Herreweghe
Werke von Johann Sebastian Bach

Officium 2 – La Capella Reial · Hespèrion XXI · Savall      

Kollegienkirche

Interpreten: Michael König, Andrés Montilla-Acurero, La Capella Reial de Catalunya, Hespèrion XXI, Jordi Savall

Jordi SavallMusikalische Programmzusammenstellung und Leitung
Maria Bartels, Dramaturgisches Gesamtkonzept und Textauswahl


Werke von Tomás Luis de Victoria

Wiener Philharmoniker · Andris Nelsons

Großes Festspielhaus

Interpreten: Håkan Hardenberger, Lucy Crowe, Ekaterina Gubanova, Chor des Bayerischen Rundfunks, Howard Arman, Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons
Werke von Bernd Alois Zimmermann, Gustav Mahler

Cy Twombly · Untitled, 1985 · Collection Cy Twombly Foundation · Courtesy: Archives Nicola Del Roscio , © Cy Twombly Foundation, 2017

LOGIN | PASSWORT VERGESSEN

Passion: Das meint in der Musik zunächst den Bericht von Leiden und Tod Jesu. Aber wäre irgendeine Kunst ohne Passion denkbar, ohne brennende Leidenschaft? Leiden schafft vielerlei. Es kann Ziel – oder Mittel zum Zweck – einer theologisch verstandenen Erlösung sein, einer allgemein spirituellen Überwindung, einer Entgrenzung. Leiden kann auch schöpferische Kräfte mobilisieren, kann Ausgangspunkt für neue künstlerische Taten werden. 

Die Ouverture spirituelle versammelt diesmal Werke, die das Erduldete fühlbar machen, das Durchlebte, Durchlittene, das obsessiv Verhandelte. Manches fordert sogar von den Ausführenden extreme, oft dem Leiden nahe Versenkung – und verschont auch das Publikum nicht mit ungeahnten Erfahrungen auf klingenden Kreuzwegen. Wie schon von der griechischen Tragödie intendiert, mögen auch hier Jammer und Schaudern zur Katharsis, zur seelischen Reinigung führen. 

Pendereckis monumentale Lukaspassion macht den Anfang. Sie schlägt Brücken in die Renaissance, zu Finstermetten der Karwoche; ins Barock, zu Biber und zu Bachs h-Moll-Messe; in die Klassik, zu Mozart und zu Beethovens Christus am Ölberge; in die Romantik, zu Liszts rätselhaftem Spätwerk Via crucis. Und ins 20. Jahrhundert – zu Galina Ustwolskaja, in deren Musik Leiden und Leidenschaft exemplarisch zusammenfallen. Bedeutende Werke der Filmgeschichte, wie Pier Paolo Pasolinis Il Vangelo secondo Matteo, spiegeln das Thema auf ihre Weise. Alessandro Stradellas San Giovanni Battista bildet wiederum zu Strauss’ Salome ein barockes Gegenstück. Der letzte Abend bündelt nochmals alle Passionen – mit Bernd Alois Zimmermanns Trompetenkonzert Nobody knows de trouble I see, das gegen Rassismus aufbegehrt, und Mahlers Zweiter, der „Auferstehungssymphonie“: „Sterben werd’ ich, um zu leben!“