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Salzburger Festspiele / Geschichte 1968
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1968

26. Juli bis 30. August

Zwei Produktionen ragen aus dem Spielplan heraus: In der Felsenreitschule wird Emilio de‘ Cavalieris Rappresentatione di anima e di corpo gezeigt, ein Oratorium aus dem Jahr 1600, das Bernhard Paumgartner „ausgegraben“ und musikalisch eingerichtet hat. Die Wiederbelebung dieses Meisterwerks korrespondiert mit der Gründungsidee der Festspiele, die das barocke Welttheater ins Zentrum der Programmatik rückte. Ein spektakuläres Debüt feiert Jean-Pierre Ponnelle, der die Neuproduktion von Rossinis Barbier inszeniert und ausstattet – es ist der Beginn einer Ära; am Pult der Wiener Philharmoniker sorgt Claudio Abbado erstmals als Operndirigent bei den Festspielen für Furore. Teo Otto, einer der herausragenden Bühnen- und Kostümbildner der Nachkriegszeit, stirbt am 9. Juni; seine letzte Arbeit war Shakespeares Sturm gewidmet, der im Landestheater Premiere feiert. Als Festredner tritt der englische Dichter Wystan H. Auden hervor, dem die Salzburger Festspiele u.a. das Libretto zur 1966 uraufgeführten Oper Die Bassariden von Hans Werner Henze verdanken.

1968: Spektakuläres Debüt bei den Festspielen – Jean-Pierre Ponnelle, hier mit Paolo Montarsolo (Basilio), inszeniert Rossinis Barbier.

Neuinszenierung
William Shakespeare
Der Sturm
Regie: Oscar Fritz Schuh
Bühne und Kostüme: Teo Otto
Landestheater

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
Don Giovanni
Dirigent und Regie: Herbert von Karajan
Bühne: Günther Schneider-Siemssen
Kostüme: Georges Wakhevitch
Großes Festspielhaus

Neuinszenierung
Gioacchino Rossini
Il barbiere di Siviglia
Dirigent: Claudio Abbado
Regie, Bühne und Kostüme: Jean-Pierre Ponnelle
Kleines Festspielhaus

Neuinszenierung
Emilio de‘ Cavalieri
Rappresentatione di anima e di corpo
Dirigent: Rolf Maedel
Regie: Herbert Graf
Bühne und Kostüme: Veniero Colasanti und John Moore
Felsenreitschule

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
Zaide
Dirigent: Bernhard Conz
Regie: Gandolf Buschbeck
Bühne und Kostüme: Erni Kniepert
Residenz

Neuinszenierung
Ludwig van Beethoven
Fidelio
Dirigent: Karl Böhm
Regie: Günther Rennert
Bühne und Kostüme: Rudolf Heinrich
Großes Festspielhaus

Wiederaufnahmen: Jedermann, Der Schwierige, Die Zauberflöte, Le nozze di Figaro

3 Ballettabende, 13 Orchesterkonzerte, 7 Serenaden, 5 Matineen, 4 Kammerkonzerte, 4 Liederabende, 4 Solistenkonzerte, 1 Kirchenkonzert, 1 Chorkonzert, 1 Rezitationsabend

Festredner Wystan H. Auden: "Worte und Noten"

Details zu den einzelnen Jahren:

1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989,