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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Eine glückhafte Symbiose: Die Wiener Philharmoniker und die Salzburger Festspiele

11 DEZ 2017

by FESTSPIELKIEBITZ  13:12 h;
veröffentlicht in: Allgemein

Autor Clemens Hellsberg, Helga Rabl-Stadler, Peter Daniell Porsche (PDP Holding, Eigentümer Residenz Verlag), Autor Robert Hoffmann, „Freunde“-Präsident Heinrich Spängler Foto: SF/Neumayr/Leo
Clemens Hellsberg beleuchtet die vielfältigen Beziehungen der Wiener Philharmoniker zu Salzburg. Diese Buchpräsentation signalisiert den Beginn einer Schriftenreihe, die zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele 2020 hinführt. Der Residenz Verlag konnte dafür als kompetenter Partner gewonnen werden. Wieder einmal hat sich der „Verein der Freunde“ als echter Freundesverein erwiesen und dieses anspruchsvolle Buchprojekt finanziell unterstützt. Ebenfalls bedankt wurde Professor Robert Hoffmann, der eine wirtschaftshistorische Einführung in das Thema verfasste. 

Helga Rabl-Stadler ist überzeugt: "Ohne die Wiener Philharmoniker gäbe es zwar Festspiele in Salzburg, es wären aber nicht die Salzburger Festspiele. Die Wiener Philharmoniker sind ein Teil der Identität der Salzburger Festspiele. Und die Salzburger Festspiele sind wiederum ein guter Teil der Identität der Wiener Philharmoniker. Dieses Orchester ist so oft in Salzburg aufgetreten und ein so bedeutender Teil unseres Kulturlebens, dass man es durchaus auch als „Salzburger Philharmoniker“ bezeichnen könnte."

Es ist ein schöner Zufall, dass das Jahr 1842 für Wien und Salzburg einen wichtigen Neuanfang im Musikleben markiert. Otto Nicolai gründete aus einem Zusammenschluss des Hofopernorchesters das berühmteste Symphonieorchester der Welt: die Wiener Philharmoniker. In Salzburg zogen engagierte Bürger die völlig unbedeutend gewordene Kleinstadt mit einer besonderen kulturellen Tat aus dem Sumpf der Armut: Sie legten zusammen, um das Mozartdenkmal zu errichten und damit an den großen Sohn ihrer Stadt zu erinnern, dessen Name für viele nur noch mit Wien verbunden war. Dass das Denkmal auf den Grundfesten eines römischen Hauses errichtet wurde, auf dem der Wunsch zu lesen stand „hic habitat felicitas“ (hier wohnt das Glück), war ein gutes Omen. 

Als Musiker, aber auch als Historiker erzählt Clemens Hellsberg von der abwechslungsreichen Beziehung des Orchesters zu den Festspielen und davon, wie Salzburg den Philharmonikern zur zweiten Heimat wurde: "In der Geschichte der Wiener Philharmoniker nimmt Salzburg einen besonderen Stellenwert ein: Hier traten sie 1877 erstmals außerhalb Wiens auf, 1922 brachten die Wiener Philharmoniker erstmals Opernaufführungen zu den Festspielen und seit 1925 ist die sommerliche Residenz in Salzburg ein Fixpunkt im Jahreskalender des Orchesters.  2200 Opernaufführungen und 800 Konzerte sind nicht nur historisches Zeugnis sondern Bekenntnis einer tiefen Verbundenheit." 

Während des Zweiten Weltkriegs gab das Orchester einen unvergessenen Beweis seiner Verbundenheit mit Salzburg, indem es das festspiellose Jahr 1940 – um die Kontinuität zu wahren – durch einen Salzburger Konzert-Zyklus auf eigene Rechnung überbrückte. Besonders berührend war auch der letzte Auftritt der Wiener Philharmoniker in Anwesenheit des greisen Richard Strauss. Nach der Generalprobe von Die Liebe der Danae am 16. August 1944 verabschiedete sich dieser mit den Worten „meine Herren, ich hoffe, wir sehen uns in einer besseren Welt wieder“ vom Orchester. Dieser Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. Aufgrund der Mobilmachung nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wurden die Festspiele abgesagt. Die Uraufführung der Liebe der Danae fand erst nach dem Tod des Komponisten bei den Salzburger Festspielen 1952 statt.

Clemens Hellsberg war ab 1980 Mitglied der Wiener Philharmoniker, denen er von 1997 bis 2014 auch vorstand. Als ehemaliger Archivar des Orchesters verfasste er zahlreiche Publikationen zu musikgeschichtlichen Themen. Er war zwei Mal Mitglied der Findungskommission für die Intendanz der Salzburger Festspiele.


Mit freundlichen Grüßen
Pressebüro der Salzburger Festspiele
www.salzburgerfestspiele.at


Clemens Hellsberg
Eine glückhafte Symbiose
Die Wiener Philharmoniker und die Salzburger Festspiele

Herausgegeben vom Salzburger Festspielfonds
240 Seiten mit 16 Seiten Bildteil, dt./engl.
170 × 230, Broschur
€ 24,–
ISBN 978 3 7017 3432 0


Für weitere Informationen:
Heidi Selbach – Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Residenz Verlag – Büro Wien
1010 Wien, Drachengasse 3/13
Telefon: +43 1 5121333-203
h.selbach@residenzverlag.at
www.residenzverlag.at

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