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PROGRAMMDETAIL

Peter Handke • Immer noch Sturm

Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg

Uraufführung
Ende der Vorstellung um ca. 23:30 Uhr.

PREMIERE

  • 12. August 2011, 19:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 17. August 2011, 19:00 Uhr
  • 18. August 2011, 19:00 Uhr
  • 23. August 2011, 19:00 Uhr
  • 24. August 2011, 19:00 Uhr
  • 26. August 2011, 19:00 Uhr
  • 27. August 2011, 19:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Perner-Insel, Hallein

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Dimiter Gotscheff, Regie
Katrin Brack, Bühnenbild
Ellen Hofmann, Kostüme
Sandy Lopicic, Musik
Paulus Vogt, Licht
Beate Heine, Dramaturgie

BESETZUNG

Jens Harzer, Ich
Oda Thormeyer, Meine Mutter
Tilo Werner, Gregor, "Jonatan", der älteste Bruder der Mutter
Hans Löw, Valentin, der zweitälteste der Brüder
Bibiana Beglau, Ursula, "Snežena", Schwester der Mutter
Heiko Raulin, Benjamin, der jüngste Bruder
Gabriela Maria Schmeide, Meine Großmutter
Matthias Leja, Mein Großvater
Sandy Lopicic, Matthias Loibner, Musiker

Begleitprogramm: Jenseits der Grenze

 

ZUR PRODUKTION

In seinem Traumspiel erinnert Peter Handke an den Kärntner Widerstand und die Geschichte seiner slowenischen Vorfahren. Ein Erzähler steht auf der Heidesteppe des heimatlichen Jaunfelds und berichtet von der Geschichte seines „Volkes“ und seiner Familie – beginnend in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und des Partisanenkampfes, der die Familie trennt und die Brüder seiner Mutter das Leben kostet. Erinnernd ruft er seine Vorfahren herbei und beschreibt dieses Szenario wie ein altes Schwarz-Weiß-Foto, in das er sich selbst hineinretuschiert und das nach und nach zum Leben erwacht. Erlebtes, Erinnertes und Fiktives vermischen sich. Er trifft auf unterschiedliche Generationen, seine Großeltern, Tanten und Onkeln, aus deren Erlebnissen sich die Familiengeschichte zusammensetzt, die für die kollektiven Erfahrungen, Werte und Vorurteile verschiedener Epochen stehen.
Angeregt durch nachgelassene Briefe, private Notate, mündliche Überlieferungen folgt der Erzähler seiner Gedächtnisspur. Er begegnet seiner Mutter als junger Frau sowie später als Schwangerer, mit ihm als Ungeborenem im Bauch. Immer noch Sturm ist wahrscheinlich Peter Handkes persönlichstes Stück. Zur „Ich“-Figur spricht der längst verstorbene Onkel: „Es herrscht weiterhin Sturm. Immer noch Sturm. Geschichte: der Teufel in uns, in mir, in dir, in uns allen, spielt Gott, höchste Instanz, höchstes Prinzip.“ Dem Erdulden dieser Weltgeschichte wollten die Partisanen ein Ende machen, und Immer noch Sturm erzählt ihre Tragödie. Zugleich aber auch vom Versuch des Erzählers, ihnen Leben einzuhauchen, Recht zu verschaffen und ein Stück Zukunft zu bewahren.




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