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PROGRAMMDETAIL

Richard Strauss • Elektra

Tragödie in einem Aufzug

Neuinszenierung
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

PREMIERE

  • 08. August 2010, 20:00 Uhr

AUFFÜHRUNGEN

  • 12. August 2010, 20:30 Uhr
  • 16. August 2010, 20:00 Uhr
  • 20. August 2010, 20:00 Uhr
  • 23. August 2010, 20:00 Uhr
  • 28. August 2010, 20:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Großes Festspielhaus

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Daniele Gatti, Musikalische Leitung
Nikolaus Lehnhoff, Regie
Daniel Dooner, Szenische MItarbeit
Raimund Bauer, Bühnenbild
Andrea Schmidt-Futterer, Kostüme
Duane Schuler, Licht
Denni Sayers, Choreographie
Martin Kern, Video
Thomas Lang, Choreinstudierung

BESETZUNG

Waltraud Meier, Klytämnestra
Iréne Theorin, Elektra, ihre Tochter
Janice Baird (16.08), Elektra, ihre Tochter
Eva-Maria Westbroek, Chrysothemis, ihre Tochter
Robert Gambill, Aegisth
René Pape, Orest
Oliver Zwarg, Der Pfleger des Orest
Benjamin Hulett, Ein junger Diener
Josef Stangl, Ein alter Diener
Orla Boylan, Die Aufseherin
Maria Radner, Erste Magd
Martina Mikelić, Zweite Magd
Stephanie Atanasov, Dritte Magd
Eva Leitner, Vierte Magd
Anita Watson, Fünfte Magd
Arina Holecek, Die Vertraute
Barbara Reiter, Die Schleppträgerin
Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

ZUR PRODUKTION

Elektra ist von der Idee besessen, den Mord an ihrem Vater zu rächen. Agamemnon ist Zentrum und Dämon ihrer „idée fixe“. Elektra lebt ausschließlich in der Vergangenheit und ist als Figur einzig in Verbindung mit dieser Idee existent. Durch diese absolute Fixierung auf die Idee verkümmert der Mensch zur Marionette – ein grausamer Akt der Selbstaufgabe und des Identitätsverlustes.
Die Oper spielt in einem primär von Elektra besetzten Raum, eine Schaltzentrale ihrer Obsession. Sie hat sich in ihrer Gedanken-Festung geradezu eingemauert, ein Gehäuse, das zugleich Schutzraum und Falle ist. Es geht in dem Stück um die Sichtbarmachung innerer Zustandsbilder, um existenzielle Notstände und Zwangssituationen.
Am Ende stehen Selbstbetrug und Selbstzerstörung, die in einem Totentanz kulminieren. Das Drama endet mit derselben Grundproblematik, mit der es begonnen hat. Nur die Rollen wurden vertauscht. Es gibt keinen Ausweg aus dem Kreislauf des Verbrechens. Der Fluch bleibt bestehen. Die Erinnyen stehen vor der Tür.

Nikolaus Lehnhoff  



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