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PROGRAMMDETAIL

Heinrich von Kleist • Prinz Friedrich von Homburg

Ein Schauspiel

Neuinszenierung · Koproduktion mit dem Burgtheater Wien

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Andrea Breth, Regie
Martin Zehetgruber, Bühnenbild
Moidele Bickel, Kostüme
Wolfgang Wiens, Dramaturgie
Bert Wrede, Musik
Friedrich Rom, Lichtdesign
Alexander Nefzger, Sounddesign

BESETZUNG

Peter Simonischek, Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg
Andrea Clausen, Die Kurfürstin
Katharina Lorenz, Prinzessin Natalie von Oranien
Udo Samel, Feldmarschall Dörfling
August Diehl, Prinz Friedrich Arthur von Homburg
Hans-Michael Rehberg, Obrist Kottwitz
Roland Koch, Graf Hohenzollern
Elisabeth Orth, Bork
und weitere Ensemblemitglieder des Burgtheaters.

 

ZUR PRODUKTION

Am 21. November 1811, also vor 200 Jahren, wählte der geniale Dichter und grandios Gescheiterte Heinrich von Kleist gemeinsam mit seiner Gefährtin Henriette Vogel den Freitod. Gewalt spiegelt sich immer auch in dessen Werk wider. „Die Welt war Kleist ein Krieg … und noch die Liebe ist ihm ein prächtiges Schlachtfeld“, wurde konstatiert. Den Kleist’schen Abgründen folgen nun im Festspielsommer 2012 Andrea Breth und ihr kongenialer Bühnenbild-Partner Martin Zehetgruber und bringen dessen Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg auf die Bühne des Salzburger Landestheaters. Ein Wiedersehen gibt es dabei mit dem früheren Jedermann-Darsteller Peter Simonischek als Kurfürst Friedrich. Die Rolle des Prinzen, der den Befehl des Kurfürsten missachtet und deshalb zum Tode verurteilt wird, übernimmt August Diehl, der damit bei den Salzburger Festspielen debütiert.
„Kleists Kurfürst verurteilt den Prinzen von Homburg wegen Insubordination zum Tode, obwohl es dessen Wagemut war, der die Schweden überrannt hatte. … In Prinz und Kurfürst steht sich der menschliche Dualismus von Vernunft und Trieb, Sittlichkeit und Sinnlichkeit gegenüber. Indem der Prinz sich dem Todesurteil des Kurfürsten unterwirft, scheint die Rationalität des Gesetzes zu siegen, aber alles, was das Stück bis dahin dagegen aufgewendet hat, wird doch nicht vergessen, im Gegenteil, der ich-verlorene Schwärmer, der Prinz, hinterlässt den stärkeren Eindruck. Zu Recht trägt das Stück seinen Namen als Titel; er ist der Held. Wenn Kleist ein dem Königshof genehmes Stück schreiben wollte, ist ihm das gründlich misslungen. Dafür ist es ein Meisterwerk über die Zerrissenheit des Menschen geworden, das gerade in dem, was dem Hof missfiel, seine Modernität beweist“, erläutert der Dramaturg der Salzburger Produktion, Wolfgang Wiens.

Die Schlacht bei Fehrbellin, © ohne Angabe / no details available

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EDITORIAL 2012

Das Schauspiel 2012

von Sven-Eric Bechtolf

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DOSSIER 2012

Prinz Friedrich von Homburg

Andrea Breth inszeniert am Landestheater Kleists Prinz Friedrich von Homburg. Der Dramaturg Wolfgang Wiens über Kleists Meisterwerk.

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