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PROGRAMMDETAIL

PolitischesOPFER
Sofia Gubaidulina • Offertorium
Dmitri Schostakowitsch • Symphonie Nr. 13

PROGRAMM

SOFIA GUBAIDULINA • Offertorium für Violine und Orchester

DMITRI SCHOSTAKOWITSCH • Symphonie Nr. 13 b-Moll op. 113 – Babij Jar

INFORMATION

Pause ca. um 11.40 Uhr
Konzertende ca. 13.10 Uhr

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ZUR PRODUKTION

An Schostakowitschs grandioser 13. Symphonie für Männerchor, Bass und Orchester entzündete sich der Konflikt zwischen dem Komponisten und dem sowjetischen Regime: und zwar am titelgebenden ersten Satz, „Babij Jar“, in dem den 1941 bei Kiew ermordeten 34.000 Juden gedacht, gleichzeitig aber auch der Antisemitismus aller Zeiten angeprangert wird. Doch auch die folgenden, teils witzigen, teils erhabenen Sätze – „Humor“, „Im Laden“, „Ängste“ und „Eine Karriere“ – stellten grundsätzlich unbequeme Fragen an das allgewaltige Sowjetsystem.

Bei Sofia Gubaidulina wiederum war den Instanzen ihre häufige Verwendung von religiösen Inhalten ein Dorn im Auge und machte die Aufführung ihrer Werke in der Sowjetunion extrem schwierig. In ihrem Violinkonzert Offertorium nimmt die tatarische Komponis-tin das bekannte „Königliche Thema“ von Johann Sebastian Bach / Friedrich dem Großen als Basis und variiert es, bis es zuletzt einem orthodoxen Choral gleicht. Im kompositorischen Sinne versteht sie somit die konkrete Veränderung unseres Themas als „Gabe der Umgestaltung oder als Gabe der Umkehrung in seinen Gegensatz“; in philosophischer Hinsicht setzt sie sich damit in Tönen mit jener höheren Verwandlung auseinander, die in der christlichen Religion durch die Eucharistie symbolisiert wird.

Filmstill aus Offret (Opfer) von Andrei Tarkowski, Schweden 1986 (© Svenska Filminstitutet), der im Rahmen der Salzburger Pfingstfestspiele 2013 gezeigt wird, © Andrei Tarkowski

KARTEN

Karten für die Opern- und Konzertvorstellungen sind zurzeit schon im Abonnement online buchbar.

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