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PROGRAMMDETAIL

Jacques Offenbach La Périchole

Opéra bouffe (1868/1874)
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der Komödie La Carosse du Saint-Sacrement (1829) von Prosper Mérimée.

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Konzertante Aufführung

AUFFÜHRUNG

  • 19. Mai, 19:00 Uhr

SPIELSTÄTTE

Haus für Mozart

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Marc Minkowski, Musikalische Leitung
Salvatore Caputo, Choreinstudierung

BESETZUNG

Aude Extrémo, La Périchole
Benjamin Bernheim, Piquillo
Laurent Alvaro, Don Andrès de Ribeira
Lea Desandre, Mastrilla/Frasquinella

Les Musiciens du Louvre Grenoble
Le Chœur de l’Opéra National de Bordeaux
und andere

ZUR PRODUKTION

Paris 1868. Das Rossini-Fieber lag Jahrzehnte zurück, doch für die Begeisterung, in die der italienische Komponist das Publikum damals mit seinen komischen Opern versetzt hatte, sorgte im Second Empire nun ein zum Franzosen gewordener Deutscher: Jacques Offenbach befand sich am Gipfel seines Ruhms, und die Pariser konnten sich nicht sattsehen und satthören an Orphée aux enfers oder La Belle Hélène. La Périchole ging aus Offenbachs Erfolgspartnerschaft mit den Librettisten Meilhac und Halévy hervor und ist unter seinen Meisteroperetten vielleicht die charmanteste. An funkelndem Witz, satirischer Schärfe und unbändiger Fröhlichkeit mangelt es nicht, doch schlägt gerade dieses Werk verstärkt auch empfindsame Töne an — denn das ­Sujet hat seine tragischen Seiten. Als der Vizekönig von Peru zwecks Erkundung der Volksmeinung ­wieder einmal inkognito (wie er meint) in Lima umherstreift, entflammt er für die verarmte Straßensängerin Périchole, lädt sie zu sich an den Hof ein und hat noch anderes mit ihr vor: Périchole lässt sich überreden und verfasst einen Brief, in dem sie sich schweren Herzens von ihrem geliebten Gefährten Piquillo verabschiedet. „Welche Leidenschaft kann man erwarten, wenn man sich liebt, doch vor Hunger stirbt?“, heißt es in ihrer Briefarie, mit der schon Offenbachs Lieblingssängerin Hortense Schneider die Zuhörer zu Tränen rührte.

Domino-Spiel mit Komikfiguren, J. W. Spear & Söhne, Deutschland, um 1900, © Rex Pitts

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