anmelden | registrieren
EN  |  DE

PROGRAMMDETAIL

West Side Story

Nach einer Idee von Jerome Robbins

Buch von ARTHUR LAURENTS Musik von LEONARD BERNSTEIN
Gesangstexte von STEPHEN SONDHEIM

Die Uraufführung wurde inszeniert und choreographiert von JEROME ROBBINS

Original-Broadwayproduktion von Robert E. Griffith und Harold S. Prince in Übereinkunft mit Roger L. Stevens

Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt in Übereinkunft mit JOSEF WEINBERGER LTD., London
Im Namen von MUSIC THEATRE INTERNATIONAL, New York
Bühnenvertrieb für Österreich: JOSEF WEINBERGER WIEN, GESMBH

Übernahme von den Salzburger Pfingstfestspielen 2016

Dauer der Oper ca. 3 Stunden.

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM:
Gustavo Dudamel, Musikalische Leitung
Philip Wm. McKinley, Regie
Liam Steel, Choreografie
George Tsypin, Bühne
Ann Hould-Ward, Kostüme
Patrick Woodroffe, Licht
Gerd Drücker, Sounddesign
Matt Flint, Choreografische Mitarbeit
Alois Glaßner, Choreinstudierung

BESETZUNG:
Cecilia Bartoli, Maria present
Norman Reinhardt, Tony
Michelle Veintimilla, Maria past
Karen Olivo, Anita
George Akram, Bernardo
Dan Burton, Riff

The Jets:
Jon-Scott Clark, Action
Michael Carolan, A-Rab
Josh Tye, Baby John
Sean Lopeman, Snowboy
Alastair Postlethwaite, Big Deal
Linus Henriksson, Diesel
Callum Aylott, Gee-Tar
Aston Newman Hannington, Mouthpiece
Austin Fagan, Tiger

Their Girls:
Kirstie Skivington, Anybodys
Carrie Willis, Graziella
Jacquie Biggs, Velma
Lizzi Franklin, Minnie
Michelle Antrobus, Clarice
Nell Martin, Pauline
Hannah McDonagh, Debbie
Sorina Kiefer, Maxine
Anna Friederike Wolf, Donna
Meri Ahmaniemi, Tammy

The Sharks:
Liam Marcellino, Chino
Nathan Graham, Pepe
Matt Jones, Indio
Lorenzo Soragni, Luis
Gregor Krammer, Anxious
Zak Nemorin, Nibbles
Fletcher Dobinson, Juano
Marcell Prét, Toro
José Antonio Domínguez, Moose

Their Girls:
Amanda Digón Mata, Rosalia
Mariana Souza, Consuelo
Carly Mercedes Dyer, Francisca
Angela Marie Hurst, Teresita
Lara de Toscano, Estella
Anna Bárbara Bonatto, Margarita
Noluyanda Mqulwana, Wanda
Marika Gangemi, Carmen
Giulia Fabris, Lucy

The Adults:
Cheyne Davidson, Doc
Dave Moskin, Schrank
Daniel Rakasz, Krupke
Marco Dott, Gladhand

Salzburger Bachchor
Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela

ZUR PRODUKTION

Romeo und Julia in den Slums von New York: Die Idee, Shakespeares Tragödie zum Stoff für ein Musical zu machen und in die amerikanische Gegenwart zu verlegen, geht auf den Choreografen Jerome Robbins zurück. Im Januar 1949 schlug er das Projekt Leonard Bernstein vor, als Autor des Buches hatte er bereits Arthur Laurents ins Auge gefasst. Ein Broadway-Musical mit tragischer Handlung war ungewöhnlich, erst recht in Verbindung mit tagesaktueller Brisanz. Denn als das Projekt 1955 endlich konkrete Formen annahm, wurde Robbins’ ursprünglicher Vorschlag, die Feindschaft zwischen Romeos und Julias Familien als Konflikt zwischen Christen und Juden umzusetzen, zugunsten eines Phänomens verworfen, von dem die Zeitungen gerade voll waren: den Kämpfen zwischen Jugendbanden unterschiedlicher Ethnien in den Metropolen der USA. So wurden aus den Montagues die Jets und aus den Capulets die Sharks – Gangs von „echten“ Amerikanern und neu zugewanderten Puerto Ricanern, die sich um die Kontrolle einiger Häuserblöcke der Upper West Side bekriegen. Romeo wurde zu Tony, der sich von den Jets losgesagt hat und den Frieden mit den Sharks umso mehr herbeisehnt, nachdem er sich in die Schwester von deren Anführer Bernardo verliebt hat – Maria. Von Anfang an gibt es keinen Ort für diese Liebe, und bald scheint sie unmöglicher denn je: Zwar hindert Tony seinen besten Freund Riff, den Anführer der Jets, im letzten Augenblick daran, Bernardo im Zweikampf zu erstechen, als dieser aber daraufhin Riff tötet, rächt Tony in kopfloser Verzweiflung den Mord und rammt Marias Bruder das Messer in den Leib.

Die Liebe von Tony und Maria bedarf einer anderen Wirklichkeit – das macht Bernstein bereits in der nächtlichen „Balkonszene“ hörbar, in der die beiden sich zwischen Feuerleiter und Hinterhoffenster ihre Liebe gestehen. In den letzten Takten des Duetts klingt eine der berühmtesten Nummer der West Side Story, „Somewhere“, an, die in der Ballettsequenz des zweiten Akts den Traumort einer Versöhnung aller mit allen, jenseits von ethnischen und sozialen Gegensätzen, beschwören wird: „Peace and quiet and room and air / Wait for us / Somewhere.“ Immer wieder baut Bernstein solche instrumentalen „Vorahnungen“ von erst später zu voller Geltung kommenden Melodien in seine Partitur ein und verleiht dem Geschehen damit dasselbe Gefühl von Schicksalhaftigkeit, das auch Shakespeares Tragödie erfüllt.

Trotz aller Gegenwartsbezüge ging es den Autoren der West Side Story weder um konkrete Sozialkritik noch um authentische Dokumentation. Kurz vor der Uraufführung am 26. September 1957 bemerkte Laurents: „Ich denke, es ist oder sollte eine starke Liebesgeschichte vor einem überhöhten, theatralisierten, romantisierten Hintergrund sein, der auf jugendlicher Delinquenz basiert. Ich denke, die Realität sollte eine emotionale sein, keine faktische.“ Diesen Zielen entspricht, dass gerade die Konfrontationen zwischen Jets und Sharks in der abstrahierenden Form des Tanzes gestaltet sind. Überhaupt nimmt der Tanz in der West Side Story einen beispiellos großen Stellenwert ein – ein Kritiker sprach sogar von einer „ballet-opera“. Dabei sind (eine weitere Neuigkeit) Tanz und Bewegung echt handlungstragend, angefangen beim Prolog – einer „verdichteten Darstellung der wachsenden Rivalität“ zwischen Jets und Sharks –, über den delikaten Cha-Cha – der Folie für Tonys und Marias Liebe auf den ersten Blick – bis zur verstörenden „Spottszene“, die einer Gruppenvergewaltigung von Anita (dem verjüngten Pendant zu Julias Amme) durch die Jets gleichkommt. Wesentliche Momente der dramatischen Aktion kommen also ohne Worte und Gesang aus, und dies ist natürlich immer auch ein Verdienst der imaginativen Kraft von Bernsteins Musik.

Als 1955 die Idee der rivalisierenden Jugendbanden aufkam, fühlte der Komponist seine Fantasie schlagartig beflügelt: „Plötzlich wird alles lebendig. Ich höre Rhythmen und Pulse, und – am wichtigsten von allem – ich spüre gewissermaßen die Form.“ Die Jets inspirierten Bernstein zu einer Art Cool-Jazz-Idiom, die Sharks boten ihm Gelegenheit, seine Begeisterung für lateinamerikanische Rhythmen auszuleben. Die beiden Gruppen überbieten einander in der vibrierenden Vitalität und rhythmischen Spannkraft ihrer Musik, während Bernstein die Brutalität der Auseinandersetzungen in schockierender Direktheit vermittelt. Trotz ihrer verschiedenartigen musikalischen Einflüsse stellt die West Side Story aber keineswegs eine eklektische Collage dar, im Gegenteil: In einer Partitur, deren große Kohärenz oft hervorgehoben wurde, ist Bernsteins ureigene Stimme nie zu überhören. Das gilt natürlich auch für die Musik von Tony und Maria, deren Melodien – ob innig oder leidenschaftlich – stets eine hinreißende Natürlichkeit ausstrahlen. Und gibt es eine überzeugendere Antwort auf das (von Bernstein so bezeichnete) „Hauptproblem“ der kompositorischen Arbeit, „den schmalen Grat zwischen Oper und Broadway zu beschreiten“, als Nummern wie „Maria“, „One Hand, One Heart“ oder „Tonight“?

Christian Arseni

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Generalprobe der „West Side Story“ wird wegen großer Nachfrage für Verkauf geöffnet

by FESTSPIELKIEBITZ  14:29 h;
veröffentlicht in: Oper

( 29 Jun 2016 ) Die Generalprobe der West Side Story am Freitag, 19. August, um 14 Uhr wird wegen der großen Nachfrage für den Verkauf geöffnet. Der Kartenverkauf beginnt am Donnerstag, 30. Juni 2016 um 09.30 Uhr. Die Karten werden zu ermäßigten Preisen zwischen 20,- und 245,- angeboten. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich an der Tageskassa im Salzburger Festspiele SHOP • KARTEN / TICKETS Hofstallgasse 1, sowie über die Homepage der Salzburger Festspiele. Lassen Sie sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen und sichern Sie sich Karten für diese erfolgreiche Musical-Inszenierung!

Die Geschichte von „Romeo und Julia“ als roter Faden im Programm der Pfingstfestspiele

by FESTSPIELKIEBITZ  08:20 h;
veröffentlicht in: Oper, Pfingsten

( 25 Apr 2016 ) Die uralte Geschichte von Romeo und Julia zieht sich als roter Faden durch das Programm der Salzburger Pfingstfestspiele. Den Anfang macht die West Side Story, die noch immer aktuelle Bearbeitung des „Romeo und Julia“-Stoffes nach einer Idee von Jerome Robbins, dem Buch von Arthur Laurents, der Musik von Leonard Bernstein und Gesangstexten von Stephen Sondheim. Zum ersten Mal singt Weltstar Cecilia Bartoli die Maria, Norman Reinhardt ist ihr Tony, PhilipWm. McKinley wird das Stück in Szene setzen.

weiterlesen ...

Die „West Side Story“ bringt Musicalstars vom Broadway nach Salzburg

by FESTSPIELKIEBITZ  12:45 h;
veröffentlicht in: Oper, Pfingsten

( 8 Feb 2016 ) Die Pfingstfestspiele werden 2016 das erste Mal in ihrer Geschichte mit einem Musical eröffnet. Auf dem Programm steht passend zum Motto des Festivals – Romeo und Julia – die West Side Story. Neben Cecilia Bartoli und Norman Reinhardt sind zahlreiche Größen des Musical-Business auf der Besetzungsliste zu finden. Unter ihnen Karen Olivo als Anita und George Akram als Bernardo.

weiterlesen ...

Die Oper 2016

by FESTSPIELKIEBITZ  11:35 h;
veröffentlicht in: Oper

( 5 Nov 2015 ) Drei Neuinszenierungen, zwei Wiederaufnahmen, eine Neueinstudierung, eine Übernahme von den Salzburger Pfingstfestspielen und drei konzertante Opern umfasst das Opernprogramm 2016. Eröffnet werden die Festspiele 2016 mit einer Uraufführung des britischen Komponisten Thomas Adès. The Exterminating Angel ist der Titel der Oper in zwei Akten, die nach Salzburg in London, Kopenhagen und 2018 in New York gezeigt werden wird.

weiterlesen ...

Motiv West Side Story, © Robert Mertens

TERMIN WÄHLEN

Felsenreitschule

LOGIN | PASSWORT VERGESSEN

SPONSOR

Mit großzügiger Unterstützung von Rolex

ShareThis