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PROGRAMMDETAIL

Jules Massenet Thaïs

Comédie lyrique in drei Akten und sieben Bildernvon Jules Massenet (1842–1912)
Libretto von Louis Gallet (1835–1898) nach dem Roman Thaïs von Anatole France (1844–1924)

Konzertante Aufführung

Dauer der Oper ca. 2 Stunden und 45 Minuten.

Programm drucken (PDF)

LEADING TEAM

Patrick Fournillier, Musikalische Leitung
Walter Zeh, Choreinstudierung

BESETZUNG

Marina Rebeka, Thaïs
Plácido Domingo, Athanaël
Benjamin Bernheim, Nicias
Simon Shibambu* , Palémon
Elbenita Kajtazi*, Crobyle
Valentina Stadler*, Myrtale
Marielle Murphy*, La Charmeuse
Andrzej Filończyk*, Un serviteur
Szilvia Vörös*, Albine

Philharmonia Chor Wien
Münchner Rundfunkorchester
*Teilnehmer des Young Singers Project

ZUR PRODUKTION

„Ich werde diese Frau von den Fesseln des Fleisches befreien!“ Inspiriert von einer Traumvision bricht der Mönch Athanaël aus der Wüste nach Alexandria auf, um die Kurtisane Thaïs vom Laster weg- und zu Gott hinzuführen. Das Vorhaben gelingt, freilich mit unerwarteten Konsequenzen. Denn nicht bloß Thaïs macht eine Wandlung durch, sondern auch ihr Bekehrer, und zwar in umgekehrter Richtung. Nachdem er Thaïs einem Kloster übergeben hat und zu den Mönchen zurückgekehrt ist, muss Athanaël sich etwas eingestehen, wogegen er unterschwellig von Anfang an angekämpft hat: dass er Thaïs auch körperlich begehrt. – Diese Verdoppelung der „Bekehrung“, die Anatole France seinem Roman Thaïs (1890) zugrunde legte, machte die Legende der heiligen Thaïs für das Fin de Siècle erst so recht reizvoll, warf sie doch Themen wie Triebunterdrückung, Verdrängung und Projektion auf. Massenets Oper Thaïs (1894), die auf Frances Roman basiert, schildert Athanaëls Konflikte im Rahmen eines psychologisch wie musikalisch erstaunlich differenzierten Porträts. Was Thaïs angeht, so sahen die Zeitgenossen vor allem Victor Wilders Urteil bestätigt, Massenet schwärme für „den Duft des Boudoirs vermengt mit Weihrauchdämpfen“; glaubwürdig fanden die Transformation der Kurtisane zur Heiligen aber die wenigsten. Hinderten sie Vorurteile über Thaïs’ Kolleginnen im modernen Paris daran, genau hinzuhören? Massenet zeichnet Thaïs keineswegs als manipulativen Vamp, sondern bei aller Verführungskraft als natürlich und aufrichtig, als ebenso direkt wie verletzlich, als anmutig und schön auch in ihrem Inneren. Selbst die berühmte, oft als süßlich geschmähte „Méditation“, die Thaïs’ Wandlung in Töne fasst, lässt sich in diesem Sinn als das hören, was sie ist: ein psychologisch „richtiges“ Orchesterzwischenspiel – und „ein wunderbares Beispiel für eine sich aus sich selbst heraus entwickelnde, potenziell endlose Melodie“ (Rodney Milnes), wie sie Massenet so betörend zu schreiben verstand.

Christian Arseni

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Die Oper 2016

by FESTSPIELKIEBITZ  11:35 h;
veröffentlicht in: Oper

( 5 Nov 2015 ) Drei Neuinszenierungen, zwei Wiederaufnahmen, eine Neueinstudierung, eine Übernahme von den Salzburger Pfingstfestspielen und drei konzertante Opern umfasst das Opernprogramm 2016. Eröffnet werden die Festspiele 2016 mit einer Uraufführung des britischen Komponisten Thomas Adès. The Exterminating Angel ist der Titel der Oper in zwei Akten, die nach Salzburg in London, Kopenhagen und 2018 in New York gezeigt werden wird.

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Motiv Thaïs, © Robert Mertens

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Die Oper wird vom Bayerischen Rundfunk im Programm BR-Klassik am 16. August um 21:00 Uhr gesendet.

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