„Musik muss voller Emotion sein, die Emotion voller Komplexität“, schrieb Wolfgang Rihm 1974: ein Satz, der dem Konzertprogramm 2010 als Motto vorangestellt werden könnte.
Kontinent Rihm
Die Reihe Kontinente, sponsored by Roche, widmet sich in der Saison 2010 WOLFGANG RIHM (*1952), einem der profiliertesten deutschen Komponisten der Gegenwart. Neben seiner Uraufführungsoper Dionysos porträtiert ihn das Konzertprogramm im Rahmen von Kontinent Rihm mit zehn Konzerten.
Dabei werden verschiedene Phasen seines umfangreichen Schaffens beleuchtet, von seiner „wilden“ Periode der 1970er und frühen 80er Jahre bis hin zu neuesten Werken wie Et Lux (2009), das in der Uraufführungsbesetzung mit dem Arditti Quartet und dem Hilliard Ensemble zu hören ist. Zudem stehen am Programm der Kontinente-Reihe auch Komponisten, zu denen Rihm eine große Affinität besitzt und die seinen künstlerischen Weg begleitet haben, darunter Brahms, Bruckner, Mahler, Schumann, Schönberg und Stockhausen. Der Kontinent Rihm spürt aber auch Wahlverwandtschaften zwischen Rihms Œuvre und Werken unterschiedlichster Epochen nach: Das Spektrum reicht hierbei von Dowland und Gesulado bis zu Morton Feldman.
Auch manche Neuentdeckung wird geboten: So steht am Beginn der Reihe die 1915/16 entstandene, kraftvolle Bühnenmusik zu Aischylos’ Choephoren von Darius Milhaud. Kombiniert wird das Werk mit Rihms monumentalem „Poème dansé“ Tutuguri mit Martin Wuttke als Sprecher, Martin Grubinger & The Percussive Planet Ensemble und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Ingo Metzmacher – ein starker Auftakt.
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