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PROGRAMMDETAIL

Solistenkonzert • Arcadi Volodos

PROGRAMM

ROBERT SCHUMANN • Papillons op. 2

JOHANNES BRAHMS • Drei Intermezzi op. 117

FRANZ SCHUBERT • Sonate für Klavier Nr. 20 A-Dur D 959

INFORMATION

Ende des Konzerts ca. 21:30 Uhr.

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Arcadi Volodos, Klavier

Motiv Solistenkonzerte, © Robert Mertens

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Robert Schumann und Frédéric Chopin: Die Klaviermusik der beiden Komponisten der Romantik bildet zwei verflochtene Leitlinien in den Programmen der Solistenkonzerte, die Pianisten wie Rudolf Buchbinder, Maurizio Pollini, András Schiff, Grigory Sokolov und Arcadi Volodos miteinander vereinen. Chopins gewichtige b-Moll-Sonate mit dem berühmten Trauermarsch etwa darf dabei ebenso wenig fehlen wie die Papillons und der Carnaval, Schumanns zunehmend hintergründig-beziehungsreiche Zyklen aus Tanz- und Charakterstücken. Doppelte Böden und augenzwinkernde Anspielungen beleben freilich auch die angeblichen Kinderstücke Childrens Corner und La Boîte à joujoux von Claude Debussy – vor allem dann, wenn der Musik in András Schiffs Lesart eine szenische Bedeutung ganz eigenen Zaubers durch das Salzburger Marionettentheater zuwächst. Daneben beleuchtet Rudolf Buchbinder im Jahr seines 70. Geburtstages mit nie versiegender Neugier die Beziehung zwischen Haydn und Beethoven, während Arcadi Volodos die Linie von Schubert zu Brahms weiter verfolgt. Als freilich Chopin einmal gefragt wurde, wie er sich auf ein Konzert vorbereite, antwortete er: „Vierzehn Tage schließe ich mich ein und spiele Bach.“ Die Musik des großen Thomaskantors bildet einen weiteren Schwerpunkt – und auch die Verbindung zur Ouverture spirituelle. Direkt unter der Kuppel der Kollegienkirche und umringt vom Publikum, interpretiert Isabelle Faust seine Partiten und Sonaten BWV 1001–1006: zentrale Gipfelwerke der Violinliteratur im Herzen des sakralen Orts. Und in György Kurtágs beseelten, poetisch zarten Bearbeitungen Bach’scher Choräle für Klavier zu vier Händen, die Dennis Russell Davies und Maki Namekawa vortragen, kommen Größe und Intimität zum perfekten Einklang.

Walter Weidringer