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PROGRAMMDETAIL

Solistenkonzert • András Schiff

PROGRAMM

ROBERT SCHUMANN Papillons op. 2 (Klavier solo)

CLAUDE DEBUSSY Children’s Corner, Petite Suite pour Piano seul (Klavier solo)

ROBERT SCHUMANN Papillons op. 2 (mit Marionetten)

CLAUDE DEBUSSY La Boîte à joujoux, Ballet pour enfants (mit Marionetten)

INFORMATION

Ende des Konzerts ca. 21:45 Uhr.

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INTERPRETEN

András Schiff, Klavier
Salzburger Marionettentheater
Thomas Reichert, Puppen, Bühne und Inszenierung (Papillons)
Eva Wiener, Wina
Philippe Brunner, Walt
Edouard Funck, Vult
Hinrich Horstkotte, Puppen, Bühne und Inszenierung (La Boîte à joujoux, Die Spielzeugschachtel)
Ursula Winzer, Die Puppe
Edouard Funck, Der Soldat
Philippe Brunner, Pulcinella
Eva Wiener, Pulcinella

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler im Gespräch mit Sir András Schiff

by FESTSPIELKIEBITZ  17:34 h;
veröffentlicht in: Konzert

( 19 Feb 2016 ) Drei Konzerte wird Sir András Schiff im Festspielsommer 2016 spielen. Am 01. August 2016 wird er mit dem Jerusalem Quartet Werke von Franz Schubert, Mieczysław Weinberg und Johannes Brahms interpretieren. Am 3. August widmet er sich gemeinsam mit dem Salzburger Marionettentheater Werken von Robert Schumann sowie Claude Debussy. Zum Abschluss der Salzburger Festspiele am 31. August 2016 steht er außerdem gemeinsam mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Herbert Blomstedt auf der Bühne des Großen Festspielhauses. Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler hat sich mit András Schiff zu einem Gespräch getroffen.


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Motiv Solistenkonzerte, © Robert Mertens

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Robert Schumann und Frédéric Chopin: Die Klaviermusik der beiden Komponisten der Romantik bildet zwei verflochtene Leitlinien in den Programmen der Solistenkonzerte, die Pianisten wie Rudolf Buchbinder, Maurizio Pollini, András Schiff, Grigory Sokolov und Arcadi Volodos miteinander vereinen. Chopins gewichtige b-Moll-Sonate mit dem berühmten Trauermarsch etwa darf dabei ebenso wenig fehlen wie die Papillons und der Carnaval, Schumanns zunehmend hintergründig-beziehungsreiche Zyklen aus Tanz- und Charakterstücken. Doppelte Böden und augenzwinkernde Anspielungen beleben freilich auch die angeblichen Kinderstücke Childrens Corner und La Boîte à joujoux von Claude Debussy – vor allem dann, wenn der Musik in András Schiffs Lesart eine szenische Bedeutung ganz eigenen Zaubers durch das Salzburger Marionettentheater zuwächst. Daneben beleuchtet Rudolf Buchbinder im Jahr seines 70. Geburtstages mit nie versiegender Neugier die Beziehung zwischen Haydn und Beethoven, während Arcadi Volodos die Linie von Schubert zu Brahms weiter verfolgt. Als freilich Chopin einmal gefragt wurde, wie er sich auf ein Konzert vorbereite, antwortete er: „Vierzehn Tage schließe ich mich ein und spiele Bach.“ Die Musik des großen Thomaskantors bildet einen weiteren Schwerpunkt – und auch die Verbindung zur Ouverture spirituelle. Direkt unter der Kuppel der Kollegienkirche und umringt vom Publikum, interpretiert Isabelle Faust seine Partiten und Sonaten BWV 1001–1006: zentrale Gipfelwerke der Violinliteratur im Herzen des sakralen Orts. Und in György Kurtágs beseelten, poetisch zarten Bearbeitungen Bach’scher Choräle für Klavier zu vier Händen, die Dennis Russell Davies und Maki Namekawa vortragen, kommen Größe und Intimität zum perfekten Einklang.

Walter Weidringer

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