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PROGRAMMDETAIL

Salzburg contemporary • Adès • The Cleveland Orchestra I

PROGRAMM

THOMAS ADÈS • Dances from Powder Her Face (2007)

THOMAS ADÈS • Concerto for Violin and Orchestra op. 23, „Concentric Paths“ (2005)

RICHARD STRAUSS • Symphonia domestica op. 53

INFORMATION

Ende des Konzerts ca. 21:30 Uhr.

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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Franz Welser-Möst im Gespräch über „Die Liebe der Danae“ von Richard Strauss

29 MÄR2016

by FESTSPIELKIEBITZ  12:33 h;
veröffentlicht in: Oper

Franz Welser-Möst dirigiert in diesem Festspielsommer die Strauss-Oper Die Liebe der Danae, ein Werk, das eng mit der Geschichte der Salzburger Festspiele verbunden ist: 1944 wurden die Festspiele nach der Generalprobe abgesagt und erst im Jahre 1952 wurde das Werk uraufgeführt. Seitdem stand die Oper noch ein weiteres Mal – im Jahre 2002 – auf dem Spielplan. Nun wird die Oper neu inszeniert. Wieviel Heiterkeit in der Musik von Die Liebe der Danae steckt, welche Rolle Strauss in seinem Repertoire spielt und wie er mit den Sängern arbeitet, verrät Franz Welser-Möst in einem exklusiven Interview. Mit seinem Cleveland Orchestra wird er im Festspielsommer zwei Konzerte geben und neben Richard Strauss auch Thomas Adès und Béla Bartók dirigieren. Wir sprachen mit ihm über den Klang des Cleveland Orchestras und der Wiener Philharmoniker, über Salzburg, über Krassimira Stoyanova, Anja Harteros und die Geigerin Leila Josefowicz.

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Motiv Salzburg contemporary, © Robert Mertens

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Schon in jungen Jahren hat er begonnen, dem britischen Musikleben seinen Stempel aufzudrücken: als Komponist, Dirigent, Pianist und Festivalleiter. 1971 in London geboren, wollte Thomas Adès seine Musik niemals in der Abgeschiedenheit eines elfenbeinernen Turms ersinnen, sondern in direkten Austausch sowohl mit dem Publikum als auch mit den Ausführenden treten. „Es ist besser, eine Note spontan hinzuschreiben und sich erst später über ihre Originalität Gedanken zu machen, als mit jedem Stück das Rad neu erfinden zu wollen“, ist er überzeugt. „Das traditionelle Orchester kann hundert Prozent des Menschen ausdrücken, Leib und Seele. Eine Violine kann heute noch etwas genauso Wahrhaftiges sagen wie im 18. Jahrhundert.“ Ein Praktiker im besten, umfassendsten Sinne, setzt Adès sich auch als Interpret für seine eigenen und die Werke ausgesuchter Kollegen und Vorgänger ein. Kein Wunder jedenfalls, dass The Sunday Times den profilierten Musiker letztes Jahr unter die „Top 100 Makers of the 21st Century“ einreihte – mit der Prognose, Adès werde sich als „Britain’s new Britten“ herausstellen. In Salzburg lässt sich das nun nicht nur anhand seiner neuen Oper überprüfen, sondern auch im Konzert. Leila Josefowicz als Solistin und das Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst etwa interpretieren sein dreisätziges Violinkonzert Concentric Paths, in dem verschiedene zirkuläre Entwicklungen dramatisch aufeinandertreffen oder einander spielerisch ergänzen. Und in seinem Klavierquintett gelingt es Thomas Adès, die klassizistische Formgebung durch raffinierte Taktüberlagerungen und eine spezielle Tempodramaturgie auszuhebeln: die verblüffende Neuinszenierung musikalischer Tradition.

Walter Weidringer