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PROGRAMMDETAIL

Salzburg contemporary • Adès • Calder Quartet & Thomas Adès

PROGRAMM

THOMAS ADÈS • Piano Quintet op. 20 (2000)

GYÖRGY KURTÁG • 6 Moments musicaux op. 44 für Streichquartett (2005)

THOMAS ADÈS • „Arcadiana“ op. 12 für Streichquartett (1994)

FRANZ SCHUBERT • Streichquartett Nr. 14 d-Moll op. post. D 810 – „Der Tod und das Mädchen“

INFORMATION

Ende des Konzerts ca. 21:50 Uhr.

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INTERPRETEN

Thomas Adès, Klavier
Benjamin Jacobson, Violine
Andrew Bulbrook, Violine
Jonathan Moerschel, Viola
Eric Byers, Violoncello

Motiv Salzburg contemporary, © Robert Mertens

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Schon in jungen Jahren hat er begonnen, dem britischen Musikleben seinen Stempel aufzudrücken: als Komponist, Dirigent, Pianist und Festivalleiter. 1971 in London geboren, wollte Thomas Adès seine Musik niemals in der Abgeschiedenheit eines elfenbeinernen Turms ersinnen, sondern in direkten Austausch sowohl mit dem Publikum als auch mit den Ausführenden treten. „Es ist besser, eine Note spontan hinzuschreiben und sich erst später über ihre Originalität Gedanken zu machen, als mit jedem Stück das Rad neu erfinden zu wollen“, ist er überzeugt. „Das traditionelle Orchester kann hundert Prozent des Menschen ausdrücken, Leib und Seele. Eine Violine kann heute noch etwas genauso Wahrhaftiges sagen wie im 18. Jahrhundert.“ Ein Praktiker im besten, umfassendsten Sinne, setzt Adès sich auch als Interpret für seine eigenen und die Werke ausgesuchter Kollegen und Vorgänger ein. Kein Wunder jedenfalls, dass The Sunday Times den profilierten Musiker letztes Jahr unter die „Top 100 Makers of the 21st Century“ einreihte – mit der Prognose, Adès werde sich als „Britain’s new Britten“ herausstellen. In Salzburg lässt sich das nun nicht nur anhand seiner neuen Oper überprüfen, sondern auch im Konzert. Leila Josefowicz als Solistin und das Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst etwa interpretieren sein dreisätziges Violinkonzert Concentric Paths, in dem verschiedene zirkuläre Entwicklungen dramatisch aufeinandertreffen oder einander spielerisch ergänzen. Und in seinem Klavierquintett gelingt es Thomas Adès, die klassizistische Formgebung durch raffinierte Taktüberlagerungen und eine spezielle Tempodramaturgie auszuhebeln: die verblüffende Neuinszenierung musikalischer Tradition.

Walter Weidringer

Eine Aufzeichnung dieses Konzerts wird vom ORF am 08. August sowie am 16. August jeweils um 23:08 im Programm Ö1 gesendet.