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SALZBURGER FESTSPIELE | KONZERT 2015

Ouverture spirituelle • Haydn: Die Schöpfung

Großes Festspielhaus

Interpreten: Marc Minkowski, Chiara Skerath, Stanislas de Barbeyrac, Adrian Sâmpetrean, Salzburger Bachchor, Alois Glaßner, Mitglieder des Mozarteumorchesters Salzburg, Les Musiciens du Louvre Grenoble
Werke von Joseph Haydn

Ouverture spirituelle • Palestrina: Missa, Motetten, Ricercari

Kollegienkirche

Interpreten: Diego Fasolis, Gianluca Capuano, Coro della Radiotelevisione Svizzera, Lugano
Werke von Giovanni Pierluigi da Palestrina

Ouverture spirituelle • Bach: h-Moll-Messe

Kollegienkirche

Interpreten: Václav Luks, Hana Blažíková, Sophie Harmsen, Alex Potter, Václav Čížek, Tomáš Král, Marián Krejčík, Collegium Vocale 1704 , Collegium 1704
Werke von Johann Sebastian Bach

Ouverture spirituelle • Hinduismus I: Kutiyattam

Kollegienkirche

Interpreten: Margi Madhu Chakyar, Indu, Nepathya

Ouverture spirituelle • Invocation

Stiftung Mozarteum

Interpreten: Herbert Schuch
Werke von Tristan Murail, Franz Liszt, Olivier Messiaen, Johann Sebastian Bach, Maurice Ravel

Ouverture spirituelle • Hinduismus II: Dhrupad

Kollegienkirche

Interpreten: Uday Bhawalkar, Pratap Awad, Prassanna Vishwanathan

Ouverture spirituelle • Mozart: c-Moll-Messe

Stiftskirche St. Peter

Interpreten: Matthew Halls, Julie Fuchs, Michaela Selinger, Julian Prégardien, Matthias Winckhler*, Michaela Aigner, Salzburger Bachchor, Alois Glaßner, Mozarteumorchester Salzburg

*Mitglied des Young Singers Project
Werke von Wolfgang A. Mozart

Ouverture spirituelle • Beethoven: Missa solemnis

Großes Festspielhaus

Interpreten: Nikolaus Harnoncourt, Laura Aikin, Elisabeth Kulman, Johannes Chum, Ruben Drole, Arnold Schoenberg Chor, Erwin Ortner, Concentus Musicus Wien
Werke von Ludwig v. Beethoven

Ouverture spirituelle • Bach: Musikalisches Opfer

Kollegienkirche

Interpreten: Jordi Savall, Le Concert des Nations, Pierre Hantaï, Manfredo Kraemer, David Plantier, Marc Hantaï, Balázs Máté, Xavier Puertas
Werke von Johann Sebastian Bach

Ouverture spirituelle • Hinduismus III: Khyal

Kollegienkirche

Interpreten: Shruti Sadolikar, Vinod Lele, Sangeet Mishra, Shrinidhi Katkar

Ouverture spirituelle • Schubert: Messe As-Dur

Stiftung Mozarteum

Interpreten: Andrés Orozco-Estrada, Anna Lucia Richter, Katharina Magiera, Julian Prégardien, Alex Esposito, Salzburger Bachchor, Alois Glaßner, Mozarteumorchester Salzburg
Werke von Wolfgang A. Mozart, Franz Schubert

Ouverture spirituelle • Hinduismus IV: Bharatanatyam

Kollegienkirche

Eröffnung – Nadaswaram Concert – by Injikudi Brothers
Injikudi E. M. SubramanianNadaswaram
Injikudi E. M. Mariyappan, Nadaswaram
Pondicherry P. M. Saravanan, Thavil
Gangaikondacholapuram G. M. Sudharsan, Thavil

Bharatanatyam Solo Tanz-Performance
Alarmél Valli, Choreografie und Tanz
Nisha Rajagopalan, Gesang
Jayashree Ramanathan, Nattuvanar / Cymbals
Ramamoorthy Sriganesh, Mridangam (Perkussion)
Hemalatha Rangarajan, Violine
Shruti Sagar, Flöte
Krishnan Murugan, Lichtdesign

Ouverture spirituelle • Bruckner: Messe f-Moll

Großes Festspielhaus

Interpreten: Yannick Nézet-Séguin, Dorothea Röschmann, Karen Cargill, Christian Elsner, Franz-Josef Selig, Chor des Bayerischen Rundfunks, Peter Dijkstra, Wiener Philharmoniker
Werke von Bohuslav Martinů, Anton Bruckner

Ouverture spirituelle • Hinduismus V: Morgen-Ragas

Kollegienkirche

Interpreten: Shubhendra Rao, Vinod Lele

Shruti Sadolikar, Gesang
Vinod Lele, Tabla
Sangeet Mishra, Sarangi
Shrinidhi Katkar, Perkussion

Ouverture spirituelle • Francisco Javier: La Ruta de Oriente

Kollegienkirche

Interpreten: Jordi Savall, Sven Dolinski, La Capella Reial de Catalunya, Hespèrion XXI
Gastmusiker aus Indien und Japan
Yukio Tanaka, Gesang & Biwa
Ichiro Seki, Shakuhachi
Masako Hirao, Bassgambe
Hiroyuki Koinuma, Shinobue & Nokan
Prabhu Edouard, Tablas
Daud Khan Sadozai, Sarod
Dimitri Psonis, Rebab & Santur

Werke von F. Xaver

Ouverture spirituelle • Lachrimae

Kollegienkirche

Interpreten: Jonathan Cohen, Anna Prohaska, Arcangelo, Simon Jones, Pablo Hernan Benedi, Nicholas Milne, Thomas Dunford, Angélique Mauillon
Werke von John Dowland, Henry Purcell, Tarquinio Merula, Francesco Cavalli, Giorgio Felice Sances, Barbara Strozzi, Salamone Rossi, Domenico Scarlatti

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Göttliche Musik in der Konzertreihe Ouverture spirituelle

15 JUL2015

by FESTSPIELKIEBITZ  10:30 h;
veröffentlicht in: Konzert

Sakrale Werke von Schubert, Mozart, Bach, Beethoven und Bruckner sind im Sommer in der Konzertreihe Ouverture spirituelle zu hören. Den Beginn macht am 18. Juli Joseph Haydns Schöpfung, für die bereits 1799 der Jubel enorm war.

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Disputationes im Rahmen der Ouverture spirituelle der Salzburger Festspiele

11 JUL2015

by FESTSPIELKIEBITZ  13:16 h;
veröffentlicht in: Konzert, Allgemein

Die Disputationes wurden vom Herbert-Batliner-Europainstitut in Kooperation mit den Salzburger Festspielen ins Leben gerufen, um die Ouverture spirituelle, seit 2012 spiritueller Prolog der Salzburger Festspiele, mit Diskussionen und wissenschaftlichen Erörterungen zu interkulturellen und interreligiösen Themen zu bereichern. Schwerpunkt der Ouverture spirituelle 2015 ist der Hinduismus. 

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Ouverture spirituelle – Disputationes

3 FEB2015

by FESTSPIELKIEBITZ  11:54 h;
veröffentlicht in: Konzert, Allgemein

Der Welt des Hinduismus in Musik, Tanz und Sanskrittheater ist die Ouverture spirituelle 2015 gewidmet. Meisterwerke der christlichen Sakralmusik von Palestrina bis Bruckner werden dieser von 18. bis 29. Juli gegenübergestellt.

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Besinnliche Klänge bei der „Ouverture spirituelle“

17 DEZ2014

by FESTSPIELKIEBITZ  12:59 h;
veröffentlicht in: Konzert

In den hektischen Tagen der Vorweihnachtszeit sind es die besinnlichen und andächtigen Klänge der Weihnachtsmusik, die für innere Ruhe und Einklang sorgen. Sakrale und stimmungsvolle Klänge können die Besucherinnen und Besucher auch bei der Ouverture spirituelle im Rahmen der Salzburger Festspiele 2015 erleben.

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Motiv Ouverture spirituelle, © Salzburger Festspiele / Luigi Caputo

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Nada Brahma: Die Welt ist Klang. Was Menschen hervorgebracht haben, sammelt und verdichtet sich zum Erinnerten (smrti), göttliche Offenbarung hingegen wird vom Ohr aufgenommen, ist Gehörtes (śruti). Dazu zählen auch die Inhalte der heiligen vedischen Schriften (Veda, sanskrit für Wissen), der ältesten Zeugnisse der indischen Literatur, deren viele Jahrhunderte hindurch streng orale Tradition bis um 1750 v. Chr. zurückreicht. Sie bilden die Wurzeln des Hinduismus, der sich freilich längst zu einer enormen Vielfalt ausdifferenziert hat und mit rund 900 Millionen Anhängern die drittgrößte Weltreligion darstellt – wobei die Frage, ob es sich um einen poly- oder monotheistischen Glauben handelt, gar nicht eindeutig zu beantworten ist. Musik spielte jedenfalls bereits in den Anfängen eine wichtige Rolle in dieser dem Göttlichen gleichsam abgelauschten Lehre. Der Sāmaveda enthält das „gehörte“ Wissen von den Melodien, mit denen die Priester die heiligen Texte zum Klingen bringen sollen. Darüber hinaus verwandeln sich im kultischen Tanz mit seinen komplexen, exakt definierten Stellungen von Händen, Fingern und Füßen sowie Körperhaltungen die Ausführenden in sichtbare Manifestationen der Gottheit und lassen etwa den Tanz des Shiva gegenwärtig werden, in dem Schöpfungs- und Zerstörungskraft gleichermaßen enthalten sind. Musik, Gesang, Tanz und sogar Theater des Hinduismus sind 2015 im Rahmen der Ouverture spirituelle zu erleben: so die rare Schauspielform des Kutiyattam; Dhrupad-Gesänge von erhabener Strenge im Gegensatz zum biegsameren Khyal-Stil; in einem frühmorgendlichen Konzert Musik auf Basis der dieser Tageszeit zugeordneten Ragas, die gleichsam die Tonskalen oder besser die „Klangpersönlichkeiten“ der indischen Musik darstellen; ausdrucksstarker Tempeltanz.

So wie die Musik des Hinduismus in der Veda fußt, zeigen viele der heuer in der Ouverture spirituelle vereinten Messvertonungen, die durch die Jahrhunderte mehr oder minder der Polyphonie verpflichtet blieben, historische Beziehungen bis zurück zu den Anfängen christlichen Kultgesangs: exemplarisch etwa die Missa solemnis, in der Beethoven sozusagen alle Stile vom gregorianischen Choral bis in seine Zeit im vielstimmigen Gotteslob vereinte. Ihr steht Bachs vielgestaltige h-Moll-Messe zur Seite, die ursprünglich wohl nur als Sammlung einzelner Sätze zur Auswahl für diverse kirchenmusikalische Gepflogenheiten gedacht war. Mozarts ehrgeiziges, am Barock orientiertes Fragment in c-Moll, Schuberts romantische Abgründe aufreißende As-Dur-Messe und die auf Beethovens monumentales Modell verweisende f-Moll-Messe Bruckners zählen nicht nur zu den hervorragendsten Werken der Gattung, sondern machen auch eine enorme Entwicklung nachvollziehbar. Palestrinas grandiose Vokalpolyphonie, Bachs weltliches, aber doch transzendent anmutendes Musikalisches Opfer runden das Programm ab, das in einer Art Finale nochmals die in den letzten Jahren vorgestellten Weltreligionen zum Klingen bringt: „Stimmt an die Saiten, ergreift die Leier“, heißt es ja schon in Haydns Schöpfung, die auch in diesem Sommer den längst lieb gewordenen Auftakt bildet.

Walter Weidringer



Disputationes im Rahmen der Ouverture spirituelle

Wie in den vergangen Jahren begleitet das Herbert-Batliner-Europainstitut in Kooperation mit den Salzburger Festspielen die Ouverture spirituelle inhaltlich mit wissenschaftlichen Erörterungen und Diskussionen. Das Konzertprogramm mit dem Schwerpunkt Hinduismus begleitend, werden bei den Disputationes Themen aufgegriffen, die sich mit den Fragen rund um den interkulturellen und interreligiösenDialog auseinandersetzen.
Die Auftaktveranstaltung findet am 18. Juli 2015 statt.
Es folgen drei Gesprächsrunden im Rahmen der Ouverture spirituelle.

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