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PROGRAMMDETAIL

The Cleveland Orchestra II

PROGRAMM

BÉLA BARTÓK Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106

RICHARD STRAUSS Tod und Verklärung op. 24

RICHARD STRAUSS Vier letzte Lieder

INFORMATION

Ende des Konzerts ca. 23:00 Uhr.

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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Franz Welser-Möst im Gespräch über „Die Liebe der Danae“ von Richard Strauss

by FESTSPIELKIEBITZ  12:33 h;
veröffentlicht in: Oper

( 29 Mär 2016 ) Franz Welser-Möst dirigiert in diesem Festspielsommer die Strauss-Oper Die Liebe der Danae, ein Werk, das eng mit der Geschichte der Salzburger Festspiele verbunden ist: 1944 wurden die Festspiele nach der Generalprobe abgesagt und erst im Jahre 1952 wurde das Werk uraufgeführt. Seitdem stand die Oper noch ein weiteres Mal – im Jahre 2002 – auf dem Spielplan. Nun wird die Oper neu inszeniert. Wieviel Heiterkeit in der Musik von Die Liebe der Danae steckt, welche Rolle Strauss in seinem Repertoire spielt und wie er mit den Sängern arbeitet, verrät Franz Welser-Möst in einem exklusiven Interview. Mit seinem Cleveland Orchestra wird er im Festspielsommer zwei Konzerte geben und neben Richard Strauss auch Thomas Adès und Béla Bartók dirigieren. Wir sprachen mit ihm über den Klang des Cleveland Orchestras und der Wiener Philharmoniker, über Salzburg, über Krassimira Stoyanova, Anja Harteros und die Geigerin Leila Josefowicz.

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Motiv Orchester zu Gast, © Luigi Caputo

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Längst lieb gewordene, unverzichtbar scheinende Stammgäste und seltenere, freilich nicht minder willkommene Besucher: Orchester aus fünf europäischen Metropolen, eines aus den USA und drei internationale Klangkörper musizieren unter der Leitung herausragender Dirigenten zusammen mit Chören aus München und Wien sowie prominenten Solisten – und prägen das Profil der Festspielkonzerte mit einem Repertoire entscheidend mit, das vom Ende des 18. bis zum frühen 21. Jahrhundert reicht. Im Falle des West-Eastern Divan Orchestra bildet sich diese Spannweite nochmals ab, treten doch unter Daniel Barenboim neben Mozarts finale Symphonientrias am zweiten Abend Musik der Gegenwart von Jörg Widmann sowie konzertante Auszüge aus Tannhäuser, Götterdämmerung und Meistersinger. Weitere Ausflüge ins Opernrepertoire unternimmt die Filarmonica della Scala, die unter ihrem neuen Chefdirigenten Riccardo Chailly den Wagner’schen Künstler- und Weltendramen allerdings beschwingte Melodien aus Historienopern von Rossini und Verdi entgegensetzt. Szenische Assoziationen ruft auch das Concertgebouworkest Amsterdam hervor, das sich gleichfalls erstmals unter neuer Leitung in Salzburg hören lässt: Mit dem Zauber von Debussys Jeux und Strawinskys pittoreskem Petruschka über eine zum Leben erwachende Kasperlpuppe auf dem St. Petersburger Jahrmarkt erarbeitet Daniele Gatti zwei epochale Ballettkompositionen der klassischen Moderne. Diese finden beim RSO Wien unter Cornelius Meister ihre Fortsetzung mit Ravels La Valse, worin die Donaumonarchie im Dreivierteltakt ihrem Untergang entgegentaumelt.
Ans Pult des RSO Wien ist auch der Preisträger des Young Conductors Award 2015 geladen: Lorenzo Viotti wird nicht zuletzt die 2. Symphonie von Skrjabin leiten, über die 1901 der Uraufführungsdirigent Ljadow augenzwinkernd schrieb: „Der Teufel weiß, was das ist! Skrjabin kann kühn Richard Strauss die Hand reichen …“ Nun, das Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst macht’s an zwei Abenden möglich: Strauss’ überirdische Vier letzte Lieder mit Anja Harteros und zwei seiner Tondichtungen stehen im Zentrum, das ins Jenseits verweisende Tod und Verklärung ebenso wie die ganz diesseitige, Häusliches mit orchestralem Prunk ausstaffierende Sinfonia domestica. Das wird durch die – freilich auf eigene Art farbenreiche – Strenge von Bartóks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta ausgeglichen, zu der sich unter Cornelius Meister auch Bartóks Konzert für Orchester gesellt. Ein weiterer Schwerpunkt gilt Gustav Mahler. Seine monumental-heikle, auf spezielle Weise in Jahrmarktstrubel endende 7. Symphonie interpretiert Sir Simon Rattle mit den Berliner Philharmonikern; den Herausforderungen der abschiedstrunkenen und zugleich um Kohärenz ringenden 9. Symphonie stellt sich das Gustav Mahler Jugendorchester unter Philippe Jordan. Dieser schickt ihr den tatsächlichen „Abschied“ aus dem Lied von der Erde voraus, den Meistersinger Christian Gerhaher vorträgt.
Beethoven bleibt einem großen alten Maestro vorbehalten: Gewandhaus-Ehrendirigent Herbert Blomstedt entfesselt die rhythmischen Energien der 7. Symphonie. Als Solisten glänzen am Klavier Martha Argerich mit Liszt, Khatia Buniatishvili mit Rachmaninow und Sir András Schiff mit Beethoven, die Cellistin Sol Gabetta mit Saint-Saëns und die Geigerin Leila Josefowicz mit Thomas Adès: Er ist nach Widmann der zweitjüngste Gegenwartskomponist in diesem Kreise, zu denen sich auch Altmeister wie Pierre Boulez, Friedrich Cerha und Henri Dutilleux gesellen.

Walter Weidringer

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