EN
DE

PROGRAMMDETAIL

El Sistema • Teresa Carreño Youth Orchestra

PROGRAMM

HECTOR BERLIOZ • Roméo et Juliette, Symphonie dramatique op. 17 (Auszüge)

PETER I. TSCHAIKOWSKI • Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36

PETER I. TSCHAIKOWSKI • Romeo und Julia – Phantasie-Ouvertüre nach Shakespeare

BÉLA BARTÓK • Konzert für Orchester Sz 116

SERGEJ PROKOFJEW • Ballettmusik zu Romeo und Julia op. 64 (Auszüge)

INFORMATION

Marathon-Konzert

Wir danken für die Unterstützung und Zusammenarbeit:
Fundación Musical Simón Bolívar. Órgano Rector del Sistema Nacional de las Orquestas y Coros Juveniles e Infantiles de Venezuela. Tocar y Luchar.

Programm drucken (PDF)

INTERPRETEN

Diego Matheuz, Dirigent
Christian Vásquez, Dirigent
Teresa Carreño Youth Orchestra of Venezuela

ZUR PRODUKTION

Das Teresa Carreño Youth Orchestra of Venezuela (TCYOV), benannt nach der seinerzeit weltberühmten venezolanischen Pianistin Teresa Carreño, gehört zu den wichtigsten Projekten des Orchesterprogramms der Musikinitiative El Sistema. Das Orchester, gegründet 2007, besteht aus rund 160 Musikern im Alter von 14 bis 25 Jahren, die auf ihren Instrumenten auf höchstem künstlerischem und technischem Niveau ausgebildet wurden. Das TCYOV tritt regelmäßig mit renommierten Künstlern wie Simon Rattle oder Claudio Abbado auf und ging vor drei Jahren erstmals auf Europatournee.

Aus den eigenen Reihen hervorgegangen ist der derzeitige Musikdirektor des Orchesters, Christian Vásquez. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er auch Chefdirigent des Symphonieorchesters Stavanger. 1984 geboren, hat er sich bereits als eines der vielversprechendsten jungen Talente des amerikanischen Kontinents profiliert. Gleiches gilt für den 28-jährigen Violinisten und Dirigenten Diego Matheuz, der 2011 zum Chefdirigenten des Teatro la Fenice in Venedig berufen wurde und seit diesem Jahr zudem Principal Guest Conductor des Melbourne Symphony Orchestra ist. Für Salzburg haben Christian Vásquez und Diego Matheuz ein gemeinsames Marathon-Programm mit u.a. den Romeo und Julia-Vertonungen von Berlioz, Prokofjew und Tschaikowski zusammengestellt. 

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

El Sistema – eine Idee geht um die Welt

26 APR2013

by FESTSPIELKIEBITZ  12:13 h;
veröffentlicht in: Konzert

Musik als Mittel, um die Gesellschaft zu verändern. Diese Vision von José Antonio Abreu stand am Beginn der Initiative El Sistema. Und diese Vision ist Realität geworden. Mehr als zwei Millionen Kinder haben in Venezuela seit der Gründung von El Sistema profitiert, nahezu 400.000 Kinder aus überwiegend benachteiligten Schichten sind es aktuell, die ein Instrument lernen und in den Ensembles und Orchestern des Landes musizieren und so eine neue Lebensperspektive gewinnen. In der Zwischenzeit hat die Bewegung auch die Welt erfasst. Über hundert ähnliche Projekte orientieren sich weltweit an der großartigen Philosophie und glauben mit großer Leidenschaft an die Kraft der Musik. Wir teilen diese Leidenschaft und sind überzeugt, dass El Sistema bei den Salzburger Festspielen dazu beitragen wird, bereits existierende Initiativen – wie etwa superar – zu stärken und neue Impulse zu geben, dieses Projekt in ähnlicher Form in anderen Ländern, insbesondere auch in Zentral- und Osteuropa zu verwirklichen.

Programm El Sistema zum Download:






weiterlesen ...

Ohne Titel, © Eva Schlegel

TERMIN WÄHLEN

KARTEN

Großes Festspielhaus (Saalplan mit Preiskategorien anzeigen)

LOGIN | PASSWORT VERGESSEN

EDITORIAL 2013

Das Konzert 2013

von Alexander Pereira und Florian Wiegand

Download PDF

El Sistema

„Für die Kinder, mit denen wir arbeiten, ist Musik praktisch der einzige Weg zu einer menschenwürdigen gesellschaftlichen Existenz. Armut bedeutet Einsamkeit, Traurigkeit, Anonymität. Ein Orchester bedeutet Freude, Motivation, Teamarbeit, das Streben nach Erfolg.“
José Antonio Abreu

El Sistema – das Wunder. José Antonio Abreu, Dirigent, Komponist und Wirtschaftswissenschaftler, entwickelte 1975 die Idee, durch klassische Musik die sozialen Verhältnisse in seinem Land zu verbessern, indem er Kindern eine Alternative zum Leben auf der Straße bietet. In Caracas gründete er das erste venezolanische Kinderorchester mit zwölf Kindern aus den Barrios, den illegalen Vorstadtsiedlungen. Seither hat er im ganzen Land ein Netzwerk von Orchestern und Musikzentren – El Sistema – aufgebaut, in denen überall auf dieselbe einmalige Art und Weise unterrichtet wird. Die Fähigkeit des Zusammenspiels steht dabei im Mittelpunkt der Musikausbildung, weswegen die Kinder von Anfang an in Orchester integriert werden. Auch die Weitergabe von Wissen von älteren Kindern an die Jüngeren entspricht der Intention und Philosophie Abreus: Für ihn ist ein Orchester in erster Linie eine Gemeinschaft, in der die Kinder lernen, aufeinander zu hören und einander zu respektieren. Der Sinn der Arbeit ist somit die Integration der Kinder in ein soziales Gefüge, in dem jeder Einzelne Verantwortung übernimmt und zu einem gemeinsamen Ergebnis beiträgt. Maestro Abreu hat seine Vision kontinuierlich über mehr als drei Jahrzehnte ausbauen können. Aus den Kinderorchestern wurden Jugendorchester, und aus den Musikzentren entwickelten sich Hochschulen, in denen hochbegabte Musiker studieren. El Sistema hat dabei in den letzten Jahren eine ganze Reihe international erfolgreicher Dirigenten hervorgebracht, von denen Gustavo Dudamel sicherlich der bekannteste ist. Gegenwärtig gibt es in Venezuela insgesamt 286 Musikzentren, die sogenannten „nucléos“, die meist am Rand eines Barrios gelegen sind. Die Fundación Musical Simón Bolívar (das nationale System der Jugend- und Kinderorchester sowie -chöre Venezuelas) vereinigt mittlerweile fast 400.000 über das ganze Land verteilte Mitglieder in einem System von Vorschul-Orchestern, über Kinderorchester und Jugendorchester bis hin zu Erwachsenen-Symphonieorchestern und Chören. 75 % der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen leben unter der Armutsgrenze.

Im Rahmen der Salzburger Festspiele 2013 wird dieses visionäre und vorbildhafte Projekt zum ersten Mal in einem größeren Zusammenhang und in seiner ganzen Vielfalt außerhalb Venezuelas präsentiert. Dafür haben die Salzburger Festspiele neben dem Simón Bolívar Symphony Orchestra – welches bereits in Salzburg gastierte und das Flaggschiff des Orchester-Ausbildungsprogramms ist – fünf weitere Ensembles von El Sistema eingeladen. Durch die Auswahl der Ensembles, besonders auch die Einladung des White Hands Choir (Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Behinderungen), wird deutlich, dass es sich bei El Sistema in erster Linie um ein soziales Projekt handelt, bei dem größte Anstrengungen unternommen werden, möglichst viele Gruppen der Gesellschaft zu integrieren und niemanden auszuschließen.

Simon Rattle, der sich schon seit vielen Jahren für El Sistema engagiert und sich diesem eng verbunden fühlt, wird neben Gustavo Dudamel und vielen weiteren Künstlern seine Begeisterung für El Sistema dem Salzburger Publikum vermitteln.

Neben den Symphonie- und Chorkonzerten wird es auch zu einem Austausch mit Institutionen und Initiativen aus Salzburg bzw. Österreich kommen. Beispielhaft dafür steht die Einbindung von SUPERAR (der österreichischen El Sistema-Initiative) in das große Eröffnungskonzert der El Sistema-Residence am 24. Juli mit Mahlers 8. Symphonie unter der Leitung von Gustavo Dudamel oder auch ein gemeinsames Projekt von Mitgliedern des Kinderorchesters aus Venezuela und Mitgliedern des Mozart Kinderorchesters der Stiftung Mozarteum Salzburg.

Während der Salzburger El Sistema-Residence sind darüber hinaus neben den Konzerten auch Symposien, Workshops und Konferenzen geplant. Insgesamt werden im Sommer 2013 weit über 1000 Kinder und Jugendliche sowie Lehrer und Betreuer aus Venezuela nach Salzburg kommen.

Die Kinder und Jugendlichen aus Venezuela überzeugen bei jedem ihrer Konzerte vor allem auch durch ihre überbordende Begeisterungsfähigkeit und ihr leidenschaftliches Musizieren. Die große Salzburger El Sistema-Residence wird sicher wichtige Impulse geben für neue Entwicklungen und Anstrengungen in Europa, Kinder und Jugendliche an die klassische Musik und das gemeinsame Musizieren heranzuführen.
LEICA wird das Projekt mit namhaften Fotografen dokumentieren.

Florian Wiegand

SPONSOR

Partnerschaft für El Sistema bei den Salzburger Festspielen

Musik als Mittel, um die Gesellschaft zu verändern. Diese Vision von José Antonio Abreu stand am Beginn der Initiative El Sistema. Und diese Vision ist Realität geworden. Mehr als zwei Millionen Kinder haben in Venezuela seit der Gründung von El Sistema profitiert, nahezu 400.000 Kinder aus überwiegend benachteiligten Schichten sind es aktuell, die ein Instrument lernen und in den Ensembles und Orchestern des Landes musizieren und so eine neue Lebensperspektive gewinnen.
In der Zwischenzeit hat die Bewegung auch die Welt erfasst. Über hundert Projekte orientieren sich weltweit an der großartigen Philosophie und glauben mit großer Leidenschaft an die Kraft der Musik.
Wir teilen diese Leidenschaft und sind überzeugt, dass El Sistema bei den Salzburger Festspielen dazu beitragen wird, bereits existierende Initiativen – wie z.B. SUPERAR – zu stärken und neue Impulse zu geben, dieses Projekt in ähnlicher Form in anderen Ländern, insbesondere auch in Zentral- und Osteuropa zu verwirklichen. 

ERSTE Stiftung
Hilti Foundation
Red Bull Media House