Haus für Mozart
Baugeschichte
Das frühere Kleine Festspielhaus wurde seit seinem Eröffnungsjahr 1925 mehrfach umgebaut, 1937 erfolgte die Drehung des Zuschauerraumes um 180 Grad, wodurch ein Bühnenhausanbau notwendig wurde. Um diesen durchzuführen, ließ Landeshauptmann Franz Rehrl sein Geburtshaus im Toscaninihof abreißen.
Benno von Arent gestaltete 1939 das Festspielhaus um und ersetzte die Holzverkleidung durch eine goldverzierte Gipsdecke. Der Zuschauerraum hatte eine Länge von ca. 55 Metern. Die ungünstigen Sicht- und Akustikbedingungen erforderten einen weiteren Umbau in den Jahren 1962/63. Die Salzburger Architekten Hans Hofmann und Erich Engels verliehen dem Saal die Gestalt, die er bis zum 31. August 2004 hatte.
AUFFÜHRUNGEN UND PREISKATEGORIEN
| Cleopatra raffinata • Giulio Cesare in Egitto |
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| € 370.- |
€ 290.- |
€ 220.- |
€ 180.- |
€ 145.- |
€ 105.- |
€ 80.- |
€ 40.- |
Wolfgang A. Mozart • Così fan tutte
ossia La scuola degli amanti |
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| € 370.- |
€ 290.- |
€ 225.- |
€ 155.- |
€ 120.- |
€ 85.- |
€ 50.- |
€ 15.- |
€ 50.- |
| Wolfgang A. Mozart • Don Giovanni |
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| € 370.- |
€ 290.- |
€ 225.- |
€ 155.- |
€ 120.- |
€ 85.- |
€ 50.- |
€ 15.- |
€ 50.- |
| Wolfgang A. Mozart • Le nozze di Figaro |
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| € 370.- |
€ 290.- |
€ 225.- |
€ 155.- |
€ 120.- |
€ 85.- |
€ 50.- |
€ 15.- |
€ 50.- |
| Kammerkonzert 3 |
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| € 100.- |
€ 85.- |
€ 60.- |
€ 40.- |
€ 30.- |
€ 20.- |
€ 10.- |
€ 5.- |
€ 15.- |
| Liederabend 3 |
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| € 100.- |
€ 85.- |
€ 60.- |
€ 40.- |
€ 30.- |
€ 20.- |
€ 10.- |
€ 5.- |
€ 15.- |
| Solistenkonzert 1 |
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| € 100.- |
€ 85.- |
€ 60.- |
€ 40.- |
€ 30.- |
€ 20.- |
€ 10.- |
€ 5.- |
€ 15.- |
| Solistenkonzert 8 |
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| € 100.- |
€ 85.- |
€ 60.- |
€ 40.- |
€ 30.- |
€ 20.- |
€ 10.- |
€ 5.- |
€ 15.- |
| Solistenkonzert 9 |
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| € 100.- |
€ 85.- |
€ 60.- |
€ 40.- |
€ 30.- |
€ 20.- |
€ 10.- |
€ 5.- |
€ 15.- |
SAALPLAN
INFORMATIONEN
Das Haus für Mozart
Alle 22 Opern, die Wolfgang Amadeus Mozart komponiert hat, von den frühen Singspielen und musiktheatralischen Fragmenten bis zu den weltweit bejubelten Meisterwerken, wurden im Jahr 2006 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt: unser Präsent zum 250. Geburtstag des großen Sohnes dieser Stadt. Der Spielplan für das Mozart-Jahr stellte eine enorme Herausforderung dar, künstlerisch wie organisatorisch. Denn es galt nicht nur, die besten Dirigenten, Regisseure und Sänger zu verpflichten, sondern auch die Frage der Spielstätten zu klären: Was kann wo gespielt werden?
Seit vielen Jahren haben die Salzburger Festspiele den Plan verfolgt, ein „Haus für Mozart“ zu schaffen, das den Bühnenwerken des Komponisten in jeder Hinsicht Rechnung trägt: mit einer optimalen Akustik und besten Sichtverhältnissen von allen Plätzen aus. Jede und noch die leiseste Pianissimo-Nuance soll man hier hören und in die Gesichter der Darsteller sehen, ihr Mienenspiel verfolgen können. Mit der dazu erforderlichen Intimität des Raums muss aber zugleich eine ausreichende Sitzkapazität einher gehen, denn Mozarts Musik hat viele Freunde...
Was wie eine Quadratur des Kreises anmuten mag, hat das Architektenteam Holzbauer & Valentiny vollbracht: Das bisherige Kleine Festspielhaus wurde in drei Bauphasen seit dem September 2003 in ein „Haus für Mozart“ umgewandelt, das allen genannten Anforderungen gerecht wird.
Das Auditorium
Der Zuschauerraum des Kleinen Festspielhauses wurde verbreitert, verkürzt und abgesenkt. Zwei neue Zuschauerränge wurden geschaffen, die auf beiden Seiten des Saales bis zur Bühne reichen. Dadurch wird der schöne Effekt erreicht, dass nicht kahle Wände, sondern festlich gestimmte Menschen von drei Seiten die Bühne umrahmen. Im „Haus für Mozart“ finden künftig bis zu 1.580 Menschen Platz, es gibt 1.495 Sitzplätze und 85 Stehplätze.
Die Foyerbereiche
Wesentlich verändert gegenüber dem früheren Kleinen Festspielhaus haben sich auch die Foyerbereiche. Durch hohe, stockwerkübergreifende Fenster öffnet sich im Hauptfoyer der Blick zum Stadtbild hin – im Gegenzug wirkt abends der hell beleuchtete Innenraum des Theaters nach außen. Wesentlich geprägt wird das Hauptfoyer durch eine 17 Meter hohe vergoldete Lamellenwand, durch deren Öffnung ein aus Swarovski-Kristallen geschaffener Mozartkopf zu sehen ist. Die dem Saalbau vorgelagerte Terrasse war seit ihrer Errichtung im Jahr 1924 niemals für das Publikum zugänglich: Mit dem Neubau ist sie nun Teil der Pausenfoyers geworden. Die darunter liegende Arkade wurde verglast und ermöglicht eine Öffnung des Auditoriums von zwei Seiten statt wie bisher nur von einer. Damit kann man erstmals direkt aus dem Festspielhaus in die prächtige Stadtlandschaft treten.
Die SalzburgKulisse
Zu einem großen Anziehungspunkt dürfte die neue Festspiellounge auf dem Dach avancieren, die SalzburgKulisse: Schon der Name deutet die prachtvolle Aussicht an, die sich dort auf die Salzburger Altstadt und in das Salzachtal bietet. Die Ausstattung dieser Lounge besteht aus mit Birnbaumholz verkleideten Wänden, die Gobelins in den Nischen stammen von Anton Kolig, einem Zeitgenossen Anton Faistauers.
Das Faistauer-Foyer
Zu einem Juwel des neuen Hauses ist das Faistauer-Foyer geworden: Die berühmten Fresken dieses Raumes, die der Salzburger Maler Anton Faistauer 1926 geschaffen hat, wurden nach dem Einmarsch der Nazis entfernt, teilweise auch mutwillig zerstört, und konnten erst 1956 wieder angebracht werden. Zur Eröffnung des Hauses für Mozart wurden sie grundlegend restauriert und der Raum überdies architektonisch in seine historische Gestalt zurückgeführt.
Die Außenfassade
Bei der Außenfassade ist das Holzmeistersche Ensemble aus den Jahren 1924/37 in seinen Proportionen erhalten geblieben. Bestimmt wird der optische Eindruck der Fassade von den repräsentativen Saalausgängen zur Terrasse, die der Bildhauer Josef Zenzmaier gestaltet hat: Er schuf große Bronzereliefs, die oberhalb der Portale angebracht wurden und Szenen aus Mozarts „Le nozze di Figaro“, „Don Giovanni“ und „Die Zauberflöte“ zum Gegenstand haben. Die Steinmasken von Jakob Adlhart stehen jetzt gut sichtbar vor dem Entrée des Hauses: unter dem neuen, mit Blattgold ausgelegten und weit ausragenden Betondach. Im gesamten Haus kontrastieren grob gespritzte Betonoberflächen mit feinem Blattgold und erzeugen eine ästhetische Spannung.
Toscaninihof
Zur Hinterbühne hin öffnet sich ein großes Eisentor in den Toscaninihof. Die außen links und rechts davon angebrachten sechs Betonreliefs "Maskenhaltende Genien" wurden 1938 abgeklopft, im Jahr 1979 aber von ihrem Schöpfer Jakob Adlhart wieder rekonstruiert. Darüber ist eine Orgel angebracht, die vor dem Bau des Großen Festspielhauses in den Schlechtwettervorstellungen des "Jedermann" bespielt wurde.