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2005

25. Juli bis 31. August

Ein Sensationserfolg wird die Neuproduktion von Verdis „La traviata“; nicht nur das neue „Traumpaar“ Anna Netrebko und Rolando Villazón wird gefeiert, auch Willy Deckers kluge Inszenierung erntet euphorischen Beifall. Ebenfalls mit hohem Lob bedacht werden Kent Naganos und Nikolaus Lehnhoffs Deutung der „Gezeichneten“ von Schreker sowie Marc Minkowskis und Günter Krämers Interpretation des Mozartschen „Mitridate“. Buhrufe und Verrisse hageln dagegen auf die Neuinszenierung der „Zauberflöte“ nieder, von Regisseur Graham Vick in ein Altersheim verlegt. Der neue Schauspielchef Martin Kusej, der seine Saison unter das Motto „Wir, die Barbaren“ gestellt hat, präsentiert sich mit Grillparzers „König Ottokar“; die Hauptdarsteller Tobias Moretti und Michael Maertens wie auch der Regisseur werden vom Publikum gefeiert. Barbara Frey reüssiert in Salzburg mit Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“, Stephan Kimmig mit Kleists „Penthesilea“, und auch vom „Jedermann“ gibt es Neues zu berichten: Nina Hoss übernimmt die Buhlschaft, und mit Ulrike Folkerts spielt erstmals eine Frau die Rolle des Todes. Das Young Directors Project gewinnt der Slowene Sebastijan Horvat mit „Alamut”; als Dichter zu Gast sind António Lobo Antunes und John M. Coetzee.

Details zu den einzelnen Jahren:

2002, 2003, 2004, 2005, 2006,