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2002

27. Juli bis 31. August

Ein Auftakt nach Maß: „Peter Ruzicka ist auf Anhieb jener Don Giovanni gelungen, den Vorgänger Gerard Mortier wohl gerne gemacht hätte“, urteilt der „Standard“ über die Eröffnungspremiere der neuen Intendanz, die Nikolaus Harnoncourt dirigiert und Martin Kusej inszeniert hat. Zum Triumph gerät die Aufführung für Anna Netrebko, die als Donna Anna zum Publikumsliebling avanciert. Kaum weniger gefeiert wird Zemlinskys „Der König Kandaules“ in der Deutung von Kent Nagano und Christine Mielitz, für die der Bildhauer Alfred Hrdlicka die Ausstattung geschaffen hat. Auf unterschiedliches Echo dagegen stoßen „Die Liebe der Danae“ von Strauss und Puccinis „Turandot“ in der Fassung von Luciano Berio. Im Schauspiel gibt es erstmals nach dreißig Jahren eine veritable Neuinszenierung des „Jedermann“: Mit Peter Simonischek in der Titelrolle, Veronica Ferres als Buhlschaft, Tobias Moretti als Teufel und Guter Gesell sowie Jens Harzer als Tod hat Regisseur Christian Stückl eine Starbesetzung um sich versammelt. Bejubelt wird Andrea Breths Version von Schnitzlers „Weitem Land“, verrissen die Uraufführung von Peter Turrinis „Da Ponte in Santa Fe“. Eine neue Institution, von Schauspielchef Jürgen Flimm ins Leben gerufen, ist das Young Directors Project, ein Wettbewerb junger Regisseure: Frédéric Fisbach, der Jean Genets „Les Paravents“ herausbringt, geht als Sieger aus der Konkurrenz hervor. Mit dem Lyriker und Satiriker Robert Gernhardt wird die Reihe „Dichter zu Gast“ fortgesetzt.

Details zu den einzelnen Jahren:

2002, 2003, 2004, 2005, 2006,