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1991

26. Juli bis 31. August

Die letzte der Interimsspielzeiten zwischen Karajan und Mortier bringt eine zyklische Aufführung der sieben großen Mozart-Opern, darunter eine Neuproduktion der Zauberflöte, die Georg Solti und Johannes Schaaf erarbeiten: Mozarts 200. Todestag bietet den Anlass für dieses Großprojekt. Überhaupt ist das Festspielprogramm mit 164 Vorstellungen so umfangreich wie nie zuvor; zu den Eigenveranstaltungen kommen einige Gastspiele, zum Beispiel acht Abende mit dem Hamburger Ballett und John Neumeiers choreographischer Deutung des Mozart-Requiems. Der Salzburger Gemeinderat beschließt, den Sigmundsplatz an der Pferdeschwemme in „Herbert-von-Karajan-Platz“ umzubenennen – in einer Feierstunde am 17. August wird der „Taufakt“ offiziell vollzogen. Am 1. September schlägt die Stunde Null für das neue Führungsteam: Heinrich Wiesmüller, Gerard Mortier und Hans Landesmann übernehmen die Leitung der Salzburger Festspiele. Als Chef des Schauspiels steht ihnen der Regisseur Peter Stein zur Seite, der bereits im März berufen wurde.

1991: Ein neues Direktorium tritt an. Von links nach rechts: Gerard Mortier, Heinrich Wiesmüller und Hans Landesmann.

Neuinszenierung
Hugo von Hofmannsthal
Der Schwierige
Regie: Jürgen Flimm
Bühne: Erich Wonder
Kostüme: Karl Lagerfeld
Landestheater

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
Dirigent: Sir Georg Solti
Regie: Johannes Schaaf
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Großes Festspielhaus

Uraufführung
Produktion des Salzburger Landestheaters
Helmut Eder
Mozart in New York
Dirigent: Hans Graf
Regie: Lutz Hochstraate
Bühne und Kostüme: Carlo Diappi
Landestheater

Übernahme von den Osterfestspielen Salzburg
Wolfgang Amadeus Mozart
Le nozze di Figaro
Dirigent: Bernard Haitink
Regie: Michael Hampe
Bühne: John Gunter
Kostüme: Carlo Diappi
Großes Festspielhaus

Produktionen der Internationalen Sommerakademie Mozarteum und der Oper Leipzig:
Bruno Maderna
Satyricon
Dirigent: Udo Zimmermann
Regie: George Tabori
Bühne und Kostüme: Bühnenbildklasse Herbert Kapplmüller
Studio der Hochschule Mozarteum

Uraufführung
René Hirschfeld
Bianca
Dirigent: Udo Zimmermann
Regie: Uwe Wand
Bühne und Kostüme: Bühnenbildklasse Herbert Kapplmüller
Studio der Hochschule Mozarteum

Wiederaufnahmen: Die Jüdin von Toledo, Jedermann, Così fan tutte, Don Giovanni, Idomeneo, Die Entführung aus dem Serail, La clemenza di Tito

Oper konzertant: Martinus Julietta

8 Ballettabende, 20 Orchesterkonzerte, 10 Kammerkonzerte, 4 Serenaden, 10 Mozart-Matineen, 3 Konzerte „Mozart-Raritäten“, 8 Konzerte „Mozart-Ensemble der Salzburger Festspiele“, 7 Solistenkonzerte, 8 Liederabende, 5 Kirchenkonzerte, 1 Domkonzert, 5 Lesungen

Festredner Wolfgang Rihm: „Was ‚sagt‘ Musik?“

Details zu den einzelnen Jahren:

1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001,