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1983

26. Juli bis 30. August

Tage der Trauer im Frühsommer: Am 8. Juni stirbt Festspielpräsident Josef Kaut, der seit den 50er-Jahren Mitglied im Direktorium war und die Mechanismen des Festivals, seine geheimen Gesetze, kannte wie kein zweiter. Karajan verwendet sich, gegen alle Salzburger Widerstände, für Albert Moser, den Chef des Wiener Musikvereins, als Nachfolger von Josef Kaut – sogar seinen Rücktritt bringt der Maestro ins Spiel für den Fall, dass seinem Vorschlag nicht Folge geleistet werde. Am 12. Juni heißt es dann Abschied nehmen von Clemens Holzmeister, dem Architekten der Festspielhäuser. Ponnelles und Levines Mozart-Zyklus wird mit dem Idomeneo abgeschlossen – Luciano Pavarotti interpretiert die Titelpartie. Prominenter Gastregisseur im Schauspiel ist der Schwede Ingmar Bergman, der Molières Dom Juan inszeniert. Die Öffentlichkeitsarbeit der Festspiele geht in die Offensive: Am 18. Juni wird die Bevölkerung zu einem Tag der offenen Tür auf die Probebühnen und in die Werkstätten geladen; am 27. August gibt es dann Karajan für alle: mit der Direktübertragung eines Konzertes der Berliner Philharmoniker auf den Domplatz. Der Jedermann, den in diesem Jahr erstmals Klaus Maria Brandauer spielt, geht auf Gastspielreise nach Rom und wird dort auf der Piazza del Campidoglio dargeboten.

1983: Klaus Maria Brandauer spielt den Jedermann. Probenfoto mit Marthe Keller (Buhlschaft) und Regisseur Ernst Haeusserman.

Neuinszenierung
Hugo von Hofmannsthal
Jedermann
Regie: Ernst Haeusserman
Ausstattung: Veniero Colasanti und John Moore
Domplatz / Großes Festspielhaus

Neuinszenierung
Molière
Dom Juan
Regie: Ingmar Bergman
Bühne und Kostüme: Gunilla Palmstierna-Weiss
Landestheater

Neuinszenierung
Richard Strauss
Der Rosenkavalier
Dirigent und Regie: Herbert von Karajan
Bühne: Teo Otto
Kostüme: Erni Kniepert
Großes Festspielhaus

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
Idomeneo
Dirigent: James Levine
Regie, Bühne und Kostüme: Jean-Pierre Ponnelle
Felsenreitschule

Wiederaufnahmen: Der Zerrissene, Torquato Tasso, Die Zauberflöte, Così fan tutte, Fidelio

Oper konzertant: Einems Dantons Tod

3 Ballettabende, 15 Orchesterkonzerte, 9 Kammerkonzerte, 7 Serenaden, 10 Matineen, 6 Solistenkonzerte, 9 Liederabende, 1 Kirchenkonzert, 3 Rezitationsabende, Max-Reinhardt-Gedenkstunde

Festredner Leo Gabriel: „Sprache und Gespräch – Schöpferische Weltgestaltung“

Details zu den einzelnen Jahren:

1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989,