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1976

25. Juli bis 30. August

Die österreichische Dramatik soll nach dem Wunsch des Schauspielchefs Ernst Haeusserman künftig stärker auf dem Spielplan vertreten sein: Johann Nestroys Posse Der Talisman eröffnet in einer Inszenierung von Otto Schenk die Reihe. Nachdem sich der geplante Mozart-Zyklus von Giorgio Strehler zerschlagen hat, wird Jean-Pierre Ponnelle, der sich schon beim Figaro und Così fan tutte bestens bewährte, mit weiteren Produktionen betraut; im Sommer 1976 bringt er La clemenza di Tito heraus, mit James Levine am Dirigentenpult. Erstmals finden auch im Kleinen Festspielhaus Liederabende statt – neben Dietrich Fischer-Dieskau und Christa Ludwig sind es Gundula Janowitz sowie Peter Schreier und Edith Mathis mit einem Duoabend, die hier auftreten. Raumgestaltung und Akustik des Kleinen Hauses bleiben nach wie vor umstritten: Clemens Holzmeister zeichnet deshalb Entwürfe für einen weiteren Umbau, der indes nie realisiert wird. Am 10. August stirbt Friedrich Gehmacher; seinen Platz im Direktorium nimmt nun Heinrich Wiesmüller ein.

1976: Ponnelles vielbeachtete Inszenierung der Clemenza di Tito in der Felsenreitschule.

Neuinszenierung
Johann Nestroy
Der Talisman
Regie: Otto Schenk
Bühne und Kostüme: Jürgen Rose
Landestheater

Neuinszenierung
David W. Rintels / Irving Stone
Im Zweifel für den Angeklagten
Regie und Bühne: Willi Schmidt
Landestheater

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
La clemenza di Tito
Dirigent: James Levine
Regie, Bühne und Kostüme: Jean-Pierre Ponnelle
Felsenreitschule

Wiederaufnahmen: Jedermann, Le nozze di Figaro, Così fan tutte, Idomeneo, Don Carlo, Leonce und Lena

17 Orchesterkonzerte, 4 Kammerkonzerte, 7 Serenaden, 6 Matineen, 4 Solistenkonzerte, 6 Liederabende, 1 Kirchenkonzert, 1 Rezitationsabend

Festredner Heinz Politzer: „Musikerlöste Dämonie“

Details zu den einzelnen Jahren:

1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989,