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1965

26. Juli bis 31. August

Als Festredner des Sommers 1965 spricht der französische Philosoph und Dramatiker Gabriel Marcel über „Die Musik als Heimat der Seele“. Die Eröffnungspremiere ist Mussorgskys Boris Godunow gewidmet, inszeniert und dirigiert von Herbert von Karajan, der hier erstmals mit dem Bühnenbildner Günther Schneider-Siemssen zusammenarbeitet. Schneider-Siemssen wird in den Folgejahren Karajans bevorzugter Ausstatter; mit einer verfeinerten Projektionstechnik – er nennt es ein "Malen mit Licht" – gestaltet er die eindrucksvollsten Bildräume und prägt über Jahre die Bühnenästhetik der Ära Karajan. Auch Giorgio Strehler debütiert in Salzburg, und zwar mit Mozarts Entführung aus dem Serail , die Zubin Mehta musikalisch leitet. Mehtas Studienkollege Claudio Abbado wiederum gibt am Pult der Wiener Philharmoniker bei einem Orchesterkonzert seinen Einstand. Und noch eine Novität: Im Schauspiel steht erstmals eine antike Tragödie auf dem Spielplan, der König Ödipus des Sophokles, den Gustav Rudolf Sellner in der Ausstattung des bedeutenden österreichischen Bildhauers Fritz Wotruba herausbringt.

1965: Regisseur Giorgio Strehler debütiert bei den Festspielen mit der Entführung aus dem Serail. Das Bild zeigt Strehler (Mitte) mit seinem Ausstatter Luciano Damiani (links) und Dirigent Zubin Mehta.

Neuinszenierung
Sophokles
König Ödipus / Ödipus auf Kolonos
Regie: Gustav Rudolf Sellner
Bühne und Kostüme: Fritz Wotruba
Felsenreitschule

Deutschsprachige Erstaufführung
Eugene O‘Neill
Alle Reichtümer der Welt
Regie: Oscar Fritz Schuh
Bühne und Kostüme: Fritz Butz
Landestheater

Neuinszenierung
Modest Mussorgsky / Nikolai Rimsky-Korsakow
Boris Godunow
Dirigent und Regie: Herbert von Karajan
Bühne: Günther Schneider-Siemssen
Kostüme: Ronny Reiter
Großes Festspielhaus

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
Die Entführung aus dem Serail
Dirigent: Zubin Mehta / Bernhard Conz
Regie: Giorgio Strehler
Bühne und Kostüme: Luciano Damiani
Kleines Festspielhaus

Neuinszenierung
Wolfgang Amadeus Mozart
La finta giardiniera
Dirigent: Bernhard Conz
Regie: Ernst Poettgen
Bühne und Kostüme: Leni Bauer-Ecsy
Residenz

Wiederaufnahmen: Faust. Der Tragödie 1. Teil, Faust. Der Tragödie 2. Teil, Jedermann, Così fan tutte, Macbeth, Ariadne auf Naxos, Elektra

4 Ballettabende, 11 Orchesterkonzerte, 4 Kammerkonzerte, 7 Serenaden, 5 Matineen, 5 Solistenkonzerte, 6 Liederabende, 2 Konzerte geistlicher Musik, 1 Kirchenkonzert, 1 Chor-Orchesterkonzert, 3 Konzerte im Gedenken an Anton Webern, 1 Rezitationsabend

Details zu den einzelnen Jahren:

1960, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989,