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1954

25. Juli bis 30. August

Clemens Krauss, dessen hochfliegende Ambition, Intendant der Wiener Staatsoper zu werden und damit zugleich seinen früheren Einfluss auf Salzburg zurückzugewinnen, ein Wunschtraum bleibt, nimmt ein Engagement in Mexiko an, doch er überlebt die Reise nicht: Am 16. Mai verstirbt er dort. Schwer trifft die Salzburger Festspiele der Tod von Wilhelm Furtwängler am 30. November: Noch im Sommer hatte er Webers Freischütz herausgebracht und viele Pläne für die Zukunft geschmiedet – sie alle werden mit einem Schlag obsolet. Die Moderne hat in Salzburg weiter Hochkonjunktur: George Szell dirigiert die Uraufführung von Rolf Liebermanns Oper Penelope, und Dimitri Mitropoulos ist erstmals bei den Festspielen zu erleben: mit zwei Konzerten der Wiener Philharmoniker, die vorwiegend der Musik des 20. Jahrhunderts gewidmet sind. Den größten Publikumserfolg erzielt Karl Böhms Interpretation der Ariadne auf Naxos von Strauss, mit Lisa Della Casa und Rudolf Schock, Irmgard Seefried und Hilde Güden in den Hauptrollen.

1954: Rolf Liebermanns Oper Penelope wird uraufgeführt. Eine Klavierprobe mit Walter Berry, Peter Klein, Karl Dönch, dem Komponisten und dem Regisseur Oscar Fritz Schuh (v.n.l.r.).

Neuinszenierung
Carl Maria von Weber
Der Freischütz
Dirigent: Wilhelm Furtwängler
Regie: Günther Rennert
Bühne und Kostüme: Teo Otto
Festspielhaus

Neuinszenierung
Richard Strauss
Ariadne auf Naxos
Dirigent: Karl Böhm
Regie: Josef Gielen
Bühne und Kostüme: Stefan Hlawa
Festspielhaus

Uraufführung
Rolf Liebermann
Penelope
Dirigent: George Szell
Regie: Oscar Fritz Schuh
Bühne und Kostüme: Caspar Neher
Festspielhaus

Wiederaufnahmen: Jedermann, Così fan tutte, Don Giovanni

4 Ballettabende, 8 Orchesterkonzerte, 5 Kammerkonzerte, 6 Serenaden, 5 Matineen, 4 Solistenkonzerte, 2 Liederabende, 1 Kirchenkonzert, 4 Konzerte geistlicher Musik

Details zu den einzelnen Jahren:

1945, 1946, 1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959,