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1933

28. Juli bis 31. August

Hitlers Machtergreifung in Deutschland zeitigt weitere Gefahren für die Salzburger Festspiele. Die sogenannte „Tausend-Mark-Sperre“, nach der jeder Deutsche, der nach Österreich einreisen will, 1000 Reichsmark zahlen muss, führt zu einer faktischen Abriegelung der Grenze. Gegenüber 12.983 deutschen Gästen im Jahr 1932 sind nun nur noch 796 zu verzeichnen, und auch viele Künstler sehen sich zu einer Absage gezwungen. Der Spielplan beschreitet neue Wege und sieht erstmals eine Wagner-Oper bei den Salzburger Festspielen vor: Tristan und Isolde wird aus Anlass von Wagners 50. Todestag neuinszeniert. Und es kommt zu einer veritablen Opernuraufführung: Die ägyptische Helena von Richard Strauss feiert Premiere in der neuen Wiener Fassung. Für eine Sensation sorgt die spektakuläre Faust-Stadt, die Clemens Holzmeister für die Inszenierung von Goethes Meisterwerk in der Felsenreitschule baut. An vorgerückter Stelle im Produktionsteam findet man übrigens einen Namen, der in Salzburg noch Geschichte schreiben wird: Herbert von Karajan gibt seinen Einstand bei den Festspielen als Dirigent der Bühnenmusik.

1933: Die legendäre Faust-Stadt, die Clemens Holzmeister in die Felsenreitschule baute.

Neuinszenierung
Johann Wolfgang von Goethe
Faust. Der Tragödie 1. Teil
Regie: Max Reinhardt
Bühne: Clemens Holzmeister
Kostüme: Herbert Ploberger
Felsenreitschule / Festspielhaus

Neuinszenierung
Richard Wagner
Tristan und Isolde
Dirigent: Bruno Walter
Regie: Otto Erhardt
Bühne: Oskar Strnad
Festspielhaus

Uraufführung der revidierten Fassung
Richard Strauss
Die ägyptische Helena
Dirigent: Clemens Krauss
Regie: Lothar Wallerstein
Bühne: Alfred Roller und Robert Kautsky
Festspielhaus

Wiederaufnahmen: Jedermann, Der Rosenkavalier, Die Frau ohne Schatten, Così fan tutte, Le nozze di Figaro, Die Zauberflöte, Fidelio, Orfeo ed Euridice, Oberon

9 Orchesterkonzerte, 7 Serenaden, 1 Liederabend, 6 Konzerte geistlicher Musik

 

Details zu den einzelnen Jahren: 

1920, 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1936, 1937