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LUDWIG V. BEETHOVEN • Streichquartett Nr. 3 D-Dur op. 18/3
LUDWIG V. BEETHOVEN • Streichquartett Nr. 5 A-Dur op. 18/5
LUDWIG V. BEETHOVEN • Streichquartett Nr. 12 Es-Dur op. 127
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Ohne Titel, © Eva Schlegel
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KARTEN 21. August, 19:30 Uhr Bitte warten ...
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EDITORIAL 2013
von Alexander Pereira und Florian Wiegand
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Beethoven-Zyklus • Hagen Quartett Beethovens Streichquartette zählen zu den bedeutendsten, großartigsten Schöpfungen der Kammermusik überhaupt: Von der relativ späten Reaktion auf die klassischen Vorbilder bis zur extremen Subjektivität und dem radikalen Experimentiergeist der letzten Werke ergibt sich innerhalb von 28 Jahren eine ungeheure expressive Spannweite, die in der Musikgeschichte ihresgleichen sucht und seither Generationen, die Interpreten ebenso wie das Publikum, stets aufs Neue fasziniert und herausfordert. „Das rein Vierstimmige ist das Nackende in der Tonkunst“, schrieb Carl Maria von Weber 1818 über die höchstes Ansehen genießende Gattung des Streichquartetts. Sein Schaffen nackt zu zeigen, also ohne Blendwerk, wagte der längst erfolgreiche Beethoven erst spät, mit 30 Jahren, in den sechs Quartetten seines Opus 18 – um darin die auf einsamer Höhe stehenden Werke seines Lehrers Joseph Haydn, weil sie nicht zu übertreffen waren, in möglichst vielen Details zu überbieten: Ein grandioser Zug zur musikalischen Übertreibung verstärkte die Individualisierung von Werk und Komponist. Das führte über die Experimentierfreudigkeit der mittleren Quartette (1806–1811) zum geheimnisumwitterten Spätwerk, fünf Quartette von einsamer Grandiosität. Traditionelle Auffassungen von Form und Inhalt der Kammermusik hat Beethoven kühn über Bord geworfen, damit das musikalische Fassungsvermögen seiner Zeitgenossen rücksichtslos überfordert – und das Tor zur musikalischen Zukunft aufgestoßen, durch welches seine Nachfolger jedoch lange Zeit nicht zu schreiten wagten. Alle denkbaren historischen und soziologischen Musiktypen werden verquickt: Volkstanz, Marsch, Kontrapunktik, Kirchentonarten, dramatisches Rezitativ und Arie; fünf bis sieben Sätze dauern zwischen weniger als einer Minute und mehr als eine Viertelstunde – und fügen sich doch zum logischen Ganzen. Wie schrieb Beethoven schon 1820 in eines seiner Konversationshefte? „Wahre Kunst ist eigensinnig, läßt sich nicht in schmeichelnde Formen zwängen“.
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