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PROGRAMMDETAIL

La lira d’Orfeo

La Musica strumentale del Parnasso delle corde a pizzico …

PROGRAMM

Werke von
Hieronymus Kapsberger (1580–1651)
Girolamo Frescobaldi (1583–1643)
Bernardo Gianoncelli (vor 1650)
Alessandro Piccinini (1566–1638)
Francesco da Milano (1497–1543)
Gian Paolo Foscarini (1627–1647)
Luys de Narváez (um 1526–49)
aus dem Lautenbuch der Margaret Board (um 1600–?)
Santiago de Murcia (ca. 1682–1740)
Garpar Sanz (ca. 1650–1710)

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INTERPRETEN

Rolf Lislevand, Theorbe, Laute, Gitarre und Musikalische Leitung
Marco Ambrosini, Schlüsselfidel
Thor Harald Johnsen, Italienische Gitarre und Barockgitarre
David Mayoral, Schlagwerk
Bjørn Kjellemyr, Colascione
Andre Lislevand, Violone

ZUR PRODUKTION

Um die Leier, die in der griechischen Mythologie als das erste Musikinstrument überhaupt gilt, und insbesondere um jene von Orpheus, ranken sich zahlreiche Legenden. Erfunden wurde die Leier – so heißt es – von Hermes, der noch am Tag seiner Geburt seine Mutter verließ, eine Schildkröte tötete und in deren Panzer Löcher bohrte, durch die er Darmsaiten von Rindern zog. Letztere hatte er seinem Bruder Apollo gestohlen und überließ diesem schließlich die Leier, um dessen Zorn über den Raub zu besänftigen. Apollo wiederum schenkte dieses Instrument seinem Sohn Orpheus, der die Leier nicht nur zaubermächtig zu spielen verstand, sondern erstmals auch dazu sang. Auf diese Weise gelang es ihm bekanntlich, sogar die Götter zu erweichen.
Der Schildkrötenpanzer diente in der Folge als Inspirationsquelle für zahlreiche Varianten und Spezialformen von Zupfinstrumenten, etwa für die im Deutschland des 16. und 17. Jahrhunderts bekannte Schlüsselfidel oder Nyckelharpa – zwei Exemplare aus dem süddeutschen-österreichischen Raum sind im Salzburg Museum zu bewundern – oder für den zweisaitigen Colascione aus dem Süden Italiens, der Anfang des 18. Jahrhunderts allmählich verschwand. Aber auch die bis heute von Liedermachern zur Begleitung ihres Gesanges benutzte Gitarre gehört in diese Instrumentengruppe, für die von vielen Meistern des Mittelalters und der Renaissance klangschöne wie virtuose Werke zumeist in Handschriften überliefert sind, etwa von dem oft mit Monteverdi verglichenen venezianischen Komponisten Hieronymus Kapsberger (1580–1651).

Apollo von Belvedere, Marmorskulptur, Leochares zugewiesen, © shutterstock @ Huang Zheng

KARTEN

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