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PROGRAMMDETAIL

Cleopatra orientale

PROGRAMM

ANTON RUBINSTEIN • Ouvertüre Antonius und Kleopatra op. 116 (1890)

RODION SHCHEDRIN • Kleopatra i zmeja (Kleopatra und die Schlange) – Dramatische Szene für Sopran und Orchester (2011)
Uraufführung – Auftragswerk der Salzburger Pfingstfestspiele

CHARLES GOUNOD • Ballettmusik aus der Oper Faust (1868)

SERGEJ PROKOFJEW • Bühnenmusik zu Ägyptische Nächte (1933/34)

JULES MASSENET • Méditation und Arie "Dis-moi que je suis belle"
aus der Oper Thaïs (1894)

Programm drucken (PDF)

INTERPRETEN

Valery Gergiev, Musikalische Leitung
Anna Netrebko, Sopran
Chulpan Khamatova, Rezitation (Cleopatra)
Yevgeny Mironov, Rezitation (Enobarbus /Antonius)
Alexei Tanovitski, Bass
Orchester des Mariinski-Theaters, St. Petersburg

ZUR PRODUKTION

Cleopatra orientale

Die „Kleopatra“-Rezeption in Russland dreht sich um zwei hauptsächliche Angelpunkte – das Schauspiel von Shakespeare (dessen bedeutendster russischer Übersetzer Boris Pasternak war) sowie ein orientalisches Gedicht, welches Alexander Puschkin in seine Erzählung Ägyptische Nächte eingebettet hat. In sinnlichen, aber auch kalten Worten beschreibt Puschkin, wie Kleopatra bei einem opulenten Bankett, der ständigen Werbungen müde, drei Männern jeweils eine Nacht verspricht, die diese mit ihrem Leben bezahlen. Durch diese Tat befreit sich Kleopatra aus der Rolle des Opfers männlicher Lustfantasien und dreht gleichsam in einem feministischen Akt die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern auf dramatische Weise um. Die beiden literarischen Vorlagen, insbesondere Kleopatras Sterbeszene nach Shakespeare, aber auch das Gedicht Puschkins, werden hier in musikalischem Gewand vorgestellt, wobei in Sergej Prokofjews selten aufgeführter Schauspielmusik von 1934 der Text als Melodram rezitiert wird.

 

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Kleopatra und die Schlange

5 MÄR

by FESTSPIELKIEBITZ  10:33 h;
veröffentlicht in: Konzert, Pfingsten

Die diesjährigen Salzburger Pfingstfestspiele stehen thematisch im Zeichen der Königin Cleopatra. Der große russische Komponist Rodion Shchedrin wurde beauftragt, zu diesem Mythos ein Werk  zu verfassen. In seiner Erzählung vereint er Altes mit Neuem, holt sich Inspiration von Shakespeare und lässt Anna Netrebko in ihrer Muttersprache singen. Die Mini-Oper bietet eine universale Geschichte mit großem Schauspiel und frischen Texten. Brigitte Kempen (Opernglas) traf Rodion Shchedrin in München und entlockte ihm mehr zu dieser bevorstehenden Uraufführung.

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Anna Netrebko, © Dario Acosta

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