anmelden | registrieren
EN  |  DE

SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Salzburger Festspiele Pfingsten 2018

6 JUN 2017

by FESTSPIELKIEBITZ  11:08 h;
veröffentlicht in: Pfingsten

„Es ist die besondere Qualität von Cecilia Bartoli, unserer phantasievollen Intendantin der Salzburger Festspiele Pfingsten, dass sie aus einem Gedenkjahr eine Reflexion über die musikalische Zeitenwende des Jahres 1868 gestaltet“, sagt der Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser.

Um die Veranstaltungen zu konzipieren, hat sich Cecilia Bartoli an diesem Sterbejahr 1868 orientiert. Sie will mit ihrem Programm einen anderen Blickwinkel auf Rossini eröffnen, und zeigen, wie die Welt am Ende seines Lebens aussah, das inmitten einer musikalischen Zeitenwende zu Ende ging.

Im Mittelpunkt der Pfingstfestspiele steht die szenische Produktion, Rossinis Oper L’italiana in Algeri, die am 22. Mai 1813 uraufgeführt wurde – just an jenem Tage, als Richard Wagner geboren wurde. In dieser musikalischen Komödie singt Cecilia Bartoli die Isabella: „Sie ist eine schlaue und temperamentvolle Frau, die den Männern zeigt, wo es langgeht“, sagt die Mezzosopranistin. Die Oper erzählt auf spaßige Art die irrwitzige Geschichte zweier fremder Kulturen, die aufeinandertreffen und sich mit seltsamen Ritualen überrumpeln. In Szene gesetzt wird die Oper vom Regie-Duo Moshe Leiser und Patrice Caurier, das bereits Bellinis Norma und Glucks Iphigénie en Tauride für die Pfingstfestspiele erarbeitet hat. Die musikalische Leitung übernimmt Jean-Christophe Spinosi, der das Ensemble Matheus leiten wird. An Bartolis Seite singen Peter Kálmán, Edgardo Rocha, Alessandro Corbelli, José Coca Loza, Rebeca Olvera und Rosa Bove.

Während Rossinis Leben sich dem Ende neigte, stand ein anderer, ein zum Franzosen gewordener deutscher Komponist in Paris am Gipfel seines Ruhmes. 1868 wurde Jacques Offenbachs Oper Périchole uraufgeführt. 2018 wird diese schillernde Partitur in einer konzertanten Aufführung von Marc Minkowski und seinen Musiciens du Louvre zu neuem Leben erweckt. Es singen unter anderem Aude Extrémo, Benjamin Bernheim, Laurent Alvaro und Lea Desandre.

Ebenfalls am Pfingstsamstag steht eine geistliche Matinee auf dem Spielplan – Anton Bruckners Motette Pange lingua aus dem Jahr 1868 und Johannes Brahms Ein deutsches Requiem aus dem Jahr 1869 erklingen unter dem Dirigat von Jérémie Rhorer. Es singen Genia Kühmeier, Andrè Schuen und der Chor des Bayerischen Rundfunks. Auf besonderen Wunsch von Cecilia Bartoli wird der Klavierpart von Pierre-Laurent Aimard und Markus Hinterhäuser übernommen.

Nicht nur im Genre der Oper kann man die musikalische Zeitenwende festmachen, auch anhand der Entwicklung im Solokonzert und im symphonischen Bereich. Im Orchesterkonzert erklingen Rossinis Ouvertüre zum Melodramma tragico Semiramide, Edvard Griegs Konzert für Klavier und Orchester a-Moll und Peter Iljitsch Tschaikowskis Symphonie Nr.1 g-Moll. Am Klavier spielt András Schiff, es musiziert die Staatskapelle Berlin unter dem Dirigat von Daniel Barenboim.

Das Arienrezital mit Javier Camarena ist sowohl eine Hommage an den spanischen Tenor und Gesangspädagogen Manuel del Pópulo Vicente Rodríguez García (1775—1832), als auch an Rossini. Die Partie des Grafen Almaviva wirkt, als wäre sie Camarena auf den Leib geschrieben. Bei García hieß es, der Tenor habe das hohe C sogar mit Bruststimme erreichen können. Es erklingen Arien aus Ricciardo e Zoraide, aus Il barbiere di Siviglia und aus El poeta calculista. Gianluca Capuano dirigiert Les Musiciens du Prince – Monaco.

Das Solistenkonzert mit Maxim Vengerov am Pfingstmontag führt wieder zurück in das Jahr 1868, in dem Max Bruch sein virtuoses Erstes Violinkonzert vollendete, ein Vorzeigestück der Romantik. Ihm an die Seite gestellt werden Camille Saint-Saëns Rondo capriccioso und Havanaise sowie Tschaikowskis Serenade für Streichorchester C-Dur. Zusammen mit Maxim Vengerov spielt die Camerata Salzburg.  

Abgeschlossen werden die Salzburger Festspiele Pfingsten 2018 mit einem Festkonzert am Montagabend. Mit der Staatskapelle Berlin und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim singen Cecilia Bartoli, Rolando Villazón und Jonas Kaufmann. Bei der Komposition des Lohengrin, so behauptete Richard Wagner, seien ihm „zu höchster Pein“ Melodien aus Rossinis Guillaume Tell im Kopf herumgespukt, weshalb ihm nichts mehr eingefallen wäre. Erst mit dem Trällern von Beethovens Neunter hätte er sich davon befreien und zu seiner Erfindungsgabe zurückfinden können. — „Diese Musik muss man mehrmals hören“, räumte Gioachino Rossini ein, nachdem er eine Vorstellung von Wagners Tannhäuser besucht hatte, „aber ich gehe nicht wieder hin …“ Die beiden Genies feuerten Sottisen aufeinander ab – doch ihr einziges Treffen, 1860 in Paris, wurde ein freundschaftlich-geistreicher, sogar heiterer Gedankenaustausch. Musikalisch sind die beiden einander wohl nie näher gekommen als im praktisch durchkomponierten dritten Akt des Otello, von dem Auszüge im Festkonzert erklingen. Von Wagner erklingen Stücke aus Die Meistersinger von Nürnberg und aus Tristan und Isolde.


KARTENVERKAUF

Schriftliche Bestellungen

ab sofort möglichst unter Verwendung unseres Bestellscheins erbitten wir an:
SALZBURGER FESTSPIELE
Herbert-von-Karajan-Platz 11 · 5020 Salzburg · Österreich
Fax: +43-662-8045-555 · info@salzburgfestival.at · www.salzburgfestival.at

Abonnementbestellungen werden vorrangig in der Reihenfolge des Eintreffens bearbeitet. Die Bearbeitung der Einzelkartenbestellungen erfolgt ab 16. Oktober 2017 (nach Verfügbarkeit). Zahlungen bitte erst nach Rechnungserhalt durch Banküberweisung (Zahlschein bzw. Kontonummer liegt bei) oder Kreditkarte.


Internetverkauf

Ab 6. Juni 2017 können Sie Ihr Abonnement direkt online buchen. Einzelkarten sind ab 16. Oktober 2017 direkt online buchbar. (Bezahlung mit Kreditkarte.)

www.salzburgfestival.at/pfingsten

Telefonische Bestellungen mit Kreditkarte ab Anfang April 2018 · Tel: +43-662-8045-500


Direktverkauf

Abonnements: ab 6. Juni 2017
Einzelkarten: ab 16. Oktober 2017 am
Ticketschalter im Festspielshop, Hofstallgasse 1
Öffnungszeiten:
bis 30. Juni 2017 sowie ab 23. März bis 17. Mai 2018: Mo. — Fr. 9:30—15:00
von 1. bis 20. Juli 2017: Mo.—Sa. 9:30—17:00
während der Festspiele (Pfingsten und Sommer): täglich 9:30—18:30 · in der Zeit von Oktober 2017

bis 23. März 2018: Direktverkauf im Kartenbüro.
Die Kassen an den jeweiligen Spielorten öffnen 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung.

LOGIN | PASSWORT VERGESSEN