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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Junge Stimmen bei den Festspielen

24 MAI 2017

by FESTSPIELKIEBITZ  13:00 h;
veröffentlicht in: Oper, Konzert, Allgemein

Anna Prohaska © Harald Hoffmann, Mauro Peter © Franziska Schrödinger, Christina Gansch © Franz Neumayr
Anna Netrebko. Thomas Hampson. Krassimira Stoyanova. Rolando Villazón. Elīna Garanča. Piotr Beczala. Es sind die klangvollen Namen großer Opernsängerinnen und -sänger, die jedes Jahr tausende Kunstbegeisterte zu den Salzburger Festspielen locken. Aber nicht nur sie begeistern das Publikum mit ihren außergewöhnlichen Stimmen, auch die „jungen Stimmen“ singen sich immer mehr ins Rampenlicht.

Das Young Singers Project, eine seit 2008 existierende, hochkarätige Plattform zur Förderung des sängerischen Nachwuchses, bietet für viele junge Gesangstalente die einzigartige Möglichkeit, mit Festspielkünstlern zu arbeiten und sich musikalisch und repertoiremäßig weiterzubilden. Für etliche Teilnehmer war das auch ein Sprungbrett: Wie zum Beispiel für den Schweizer Tenor Mauro Peter, dessen Festspielkarriere im Jahr 2012 mit Rollen in Peter von Winters Labyrinth und Mozarts Die Zauberflöte für Kinder sowie durch die Mitwirkung bei einer Mozart-Matinee begann. Seither tritt er regelmäßig im Rahmen der Salzburger Festspiele auf, gestaltete 2016 zusammen mit Helmut Deutsch seinen ersten Liederabend und wird in diesem Jahr in Alban Bergs Oper Wozzeck die Partie des Andres übernehmen. Auch beim Mozart-Requiem mit musicAeterna, musikalisch geleitet von Teodor Currentzis, wird man Mauro Peter als Solist erleben.

Die österreichische Sopranistin Christina Gansch war 2015 Mitglied des Young Singers Project und gab in diesem Jahr ihr Festspieldebüt als Barbarina in Mozarts Le nozze de Figaro in der Regie von Sven-Eric Bechtolf. Als Absolventin des Mozarteum und der Royal Academy of Music in London konnte sie bereits vor ihrem großen Auftritt bei den Salzburger Festspielen einen beachtlichen Lebenslauf vorweisen. In diesem Jahr wird uns Christina Gansch – sie ist auch Gewinnerin des Kathleen Ferrier Awards – in der Rolle der Servilia in Mozarts La clemenza di Tito zu begeistern wissen.

Kein Spross des Young Singers Project ist die Sopranistin Anna Prohaska, die 2008 in Rusalka bei den Salzburger Festspielen debütierte. Seither ist sie jeden Sommer nach Salzburg zurückgekehrt und im Mozart-Da-Ponte-Zyklus als Zerlina (Don Giovanni, 2010), Despina (Così fan tutte, 2011) und Susanna (Le nozze di Figaro, 2016) sowie in Luigi Nonos Al gran sole carico d’amore aufgetreten. Darüber hinaus war sie in zwei Soloabenden sowie in Konzerten mit dem Mozarteumorchester, dem NHK Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern zu erleben. Die aus einem musikaffinen Elternhaus stammende Sängerin hat durch ihren Großvater, den Dirigenten Felix Prohaska, eine besondere Verbindung zu den Salzburger Festspielen. Denn dieser wirkte im Jahr 1945, direkt nach Kriegsende, an der Wiedereröffnung der Salzburger Festspiele mit. Auch 2017 ist Anna Prohaska wieder auf der Festspiel-Bühne zu erleben. In Aribert Reimanns Lear singt sie die Cordelia und – wie auch Mauro Peter – wirkt sie als Solistin beim Mozart-Requiem mit.

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