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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Rose Bernd • Eine Geschichte wie ein Krimi

6 MÄR 2017

by FESTSPIELKIEBITZ  15:40 h;
veröffentlicht in: Schauspiel

Karin Henkel und Bettina Hering © Salzburger Festspiele / Anne Zeuner
1903 ist Gerhart Hauptmann als Geschworener zu einem Gerichtsprozess um eine junge Kindsmörderin geladen. Er plädiert auf Freispruch am Ende des aufwühlenden Verfahrens, das ihn unmittelbar zum Schreiben von Rose Bernd antreibt, die in seiner Dramatisierung ebenfalls unschuldig schuldig an ihrem Neugeborenen wird.

Was veranlasst eine Frau dazu, zum Äußersten zu gehen?

Der Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann hat mit dem bestechend eindringlichen Porträt Rose Bernd ein Meisterwerk des Naturalismus geschrieben. Seine Darstellung beschreibt sehr präzise den sozialen Druck, dem seine Titelfigur ausgeliefert ist und der sie schlussendlich zu ihrer Verzweiflungstat motiviert. Mit Die Weber (Uraufführung 1892) und Vor Sonnenaufgang (UA 1889) schafft Gerhart Hauptmann den Durchbruch der naturalistischen Bewegung auf der Bühne.

Karin Henkel inszeniert das Stück auf der Perner-Insel. Die in Köln geborene Regisseurin zeigte bereits 1995 im Alter von 25 Jahren mit Hexenjagd von Arthur Miller eine ihrer hochgelobten Inszenierungen im Wiener Akademietheater. Seitdem führte sie ihr Weg unter anderen an das Schauspielhaus Bochum, das Thalia Theater, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg sowie das Berliner Ensemble, Schauspielhaus Zürich und Theater Bremen. Nun ist sie erstmals zu Gast bei den Salzburger Festspielen.

Im Interview beschreibt Karin Henkel, was sie an Rose Bernd fasziniert, ihre Herangehensweise an eine Regiearbeit und was Lina Beckmann zur idealen Schauspielerin für die Titelrolle macht.

Laden Sie hier das Interview herunter.

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