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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Abschluss-Bericht der Salzburger Festspiele: Das Schauspiel

31 AUG 2016

by FESTSPIELKIEBITZ  10:17 h;
veröffentlicht in: Schauspiel, Allgemein

Jedermann 2016: Miriam Fussenegger, Cornelius Obonya (Foto: SF/Forster)
Das Schauspiel

Überaus erfolgreich war auch das restlos ausverkaufte Schauspielprogramm, das drei Neuinszenierungen, die Wiederaufnahme des Jedermann, das szenische Melodram Requiem für Ernst Jandl und zwei Lesungen aus Werken von Thomas Bernhard zeigte.

Eröffnet wurde die Schauspiel-Saison im Salzburger Landestheater mit Samuel Becketts Endspiel – apokalyptische Komödie und Tragödie zugleich. Dieter Dorn führte Regie, Nicholas Ofczarek begeisterte als Hamm, Michael Maertens als Clov.

„Wir sind aus jenem Stoff gemacht, aus dem die Träume sind, und unser kleines Leben liegt im Schlaf“ – Dieser Ausspruch des Zauberers Prospero in Der Sturm von William Shakespeare wurde zum Motto der Salzburger Festspiele 2016. In der Inszenierung von Deborah Warner auf der Perner-Insel wurden Peter Simonischek als Zauberer Prospero und Jens Harzer als Caliban besonders gefeiert.

Mit Der Ignorant und der Wahnsinnige schrieb Thomas Bernhard ein Stück, das mit dem Theater, dem Opernbetrieb, den Kritikern, dem Publikum und den Künstlern selbst abrechnet. Gerd Heinz führte Regie, es spielten: Annett Renneberg in der Rolle der Königin der Nacht, Sven-Eric Bechtolf als Doktor, Christian Grashof als Vater, Michael Rotschopf als Kellner Winter und Barbara de Koy war in der Rolle der Frau Vargo zu sehen.

13 Mal stand der Jedermann in diesem Festspielsommer auf dem Programm: 11 Mal davon konnte er auf dem Domplatz gespielt werden, nur zwei Mal wurde er aufgrund schlechten Wetters im Großen Festspielhaus gezeigt. Vier Umbesetzungen gab es in diesem Jahr: Miriam Fussenegger spielte die Rolle der Buhlschaft, David Bennent den Mammon, Eva Herzig die Frau des Schuldknechts, und Nikolaus Rucker den Herrgott. Am 28. August verabschiedete sich Cornelius Obonya, der nach vier Jahren zum letzten Mal die Rolle des Jedermann verkörperte.

Das szenische Melodram Requiem für Ernst Jandl von Friederike Mayröcker wurde im Republic aufgeführt. Klavier, Geige, Kontrabass, Tuba, Saxophon und Schlagzeug begleiteten die Schauspielerin Dagmar Manzel.

Zwei Lesungen rundeten das Schauspiel-Programm ab. Hermann Beil las aus Thomas Bernhards Der Atem, Der Keller und Die Ursache unter dem Titel Ich will in die entgegengesetzte Richtung. Entweder oder hieß die Lesung, in der Tobias Moretti Bernhards Das Verbrechen eines Innsbrucker Kaufmannssohns und Goethe schtirbt vortrug.

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