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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Rückblick auf das Opern- und Konzertprogramm 2014

1 SEP 2014

by FESTSPIELKIEBITZ  09:13 h;
veröffentlicht in: Oper, Konzert, Allgemein

Don Giovanni, Foto: Michael Poehn
Begonnen haben die 94. Salzburger Festspiele mit einer sehr stimmungsvollen, ausverkauften Ouverture spirituelle. Die von John Eliot Gardiner in überwältigender Weise im Dom umgesetzte Marienvesper und das Konzert mit Mozarts letzten Symphonien von Nikolaus Harnoncourt waren frühe Höhepunkte einer überaus erfolgreichen Festspielsaison mit über 270.000 Gästen.

Der Serie der diesjährigen Opernneuproduktionen wurde mit Don Giovanni eröffnet, der sich zum wahren Publikumsmagneten entwickelte.

Es folgte die international vielbeachtete Uraufführung von Charlotte Salomon, die der Komponist Marc-André Dalbavie auch gleichzeitig dirigierte. Die Darstellerinnen der Titelfigur Marianne Crebassa (Mezzosopran) und Johanna Wokalek (Sprecherin) brachten die Geschichte dieser vergessenen Malerin in berührender Weise nahe.

Der Rosenkavalier, den die Wiener Philharmoniker unter Franz Welser-Möst in der Inszenierung von Harry Kupfer erstmals in ungestrichener Fassung aufführten, ist sicherlich einer der herausragenden Beiträge zum Strauss-Jahr. Die Rollendebuts von Krassimira Stoyanova als Marschallin und von Günther Groissböck als ungewöhnlich jungem Ochs machten Furore.

Die spektakulärste Opernpremiere dieses Sommers war sicherlich Il trovatore mit Anna Netrebko, Plácido Domingo, Francesco Meli und Marie-Nicole Lemieux in den Hauptrollen. Die hochkarätige Sängerbesetzung in der Inszenierung von Alvis Hermanis und unter der musikalischen Leitung von Daniele Gatti übertraf sogar alle Erwartungen, die in diese Aufführung gesetzt wurden.

Die kaum aufgeführte Schubert-Oper Fierrabras wurde durch Peter Steins Inszenierung und das Dirigat von Ingo Metzmacher zu einer besonderen Entdeckung. Michael Schade, Julia Kleiter, Benjamin Bernheim, Markus Werba und Georg Zeppenfeld brachten den Zauber der Schubertschen Kostbarkeiten näher.

In der konzertanten Oper La Favorite von Gaetano Donizetti wurden Elīna Garanča, Juan Diego Flórez und Ludovic Tézier vom Salzburger Publikum enthusiastisch gefeiert. Das Projekt Tristan und Isolde versammelte das who-is-who der Wagner-Sänger wie Waltraud Meier, Ekaterina Gubanova, Peter Seiffert und René Pape unter Daniel Barenboim, der sein West-Eastern Divan Orchestra leitete.

Zum 150. Geburtstag von Festspiel-Gründer Richard Strauss standen dessen Werke auch im Mittelpunkt ausgewählter Liederabende, Kammer- und Orchesterkonzerte. Konzert-Höhepunkte waren der integrale Zyklus der Beethoven-Klaviersonaten mit Rudolf Buchbinder und alle Symphonien Anton Bruckners, interpretiert von neun herausragenden Dirigentenpersönlichkeiten unserer Zeit.

Die Reihe Salzburg contemporary setzte Wolfgang Rihm, Marc-André Dalbavie und, in Verbindung mit der Ouverture spirituelle, die neue Musik aus der Welt des Islams ins musikalische Zentrum.


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