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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Franz Welser-Möst über „Der Rosenkavalier“

1 AUG 2014

by FESTSPIELKIEBITZ  11:09 h;
veröffentlicht in: Oper

Der Rosenkavalier 2014 • Mojca Erdmann, Sophie Koch, Krassimira Stoyanova (Foto: SF / Monika Rittershaus)
„Der Rosenkavalier ist ein fein gewebtes Netz, das sich mit dem Abschied und der damit verbundenen Melancholie beschäftigt. Hofmannsthal und Strauss wollten einen neuen Stil kreieren, der sich am Geiste Mozarts orientiert und durchaus dem Neoklassizismus zuzurechnen ist, wie Karl Böhm in seinen Interpretationen der Musik von Strauss so eindrücklich gezeigt hat. Die Autoren wehrten sich auch bei dieser Abhandlung über den „Lauf der Zeit“ gegen jegliche Sentimentalitäten und spätromantische Schwülstigkeit. Die Klarheit des Ausdrucks und die Noblesse, die Haltung der Hauptfiguren, vor allem der Marschallin war ihnen ein großes Anliegen. So schreibt auch Strauss nach den ersten Aufführungsserien, dass er keine Primitivität in der Darstellung des Baron Ochs möchte sondern einen 35-jährigen, Don Juan, kaiserlicher Kämmerer, der etwas ‚verbauert’ ist.“

Franz Welser-Möst

Erstmals wird in der Geschichte der Salzburger Festspiele Der Rosenkavalier strichlos aufgeführt.

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