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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Anton Bruckner in frischer Tradition

22 JUL 2014

by FESTSPIELKIEBITZ  17:05 h;
veröffentlicht in: Konzert

Anton Bruckner auf einem Gemälde von Ferry Bératon, 1890
Als glühender Wagner­-Verehrer wurde Bruckner zu den fortschrittlichen „Neudeutschen“ gerechnet, was ihn jedoch nicht daran hinderte, mit Beharrlichkeit an der Gattung der Symphonie festzuhalten, die er sich zu einem eigenen Typus formte, der musikalisch verblüffend wenig mit Wagner zu tun hat. Die Entwicklung von Themen aus geheimnisvollem Raunen, komplexe kontrapunktische Durchwirkung, markige Musizierlust, die Erhabenheit von Chorälen und mehr, all das bildet, in riesenhafte Steigerungswellen gegossen, eine monumentale musikalische Architektur voll rückhaltloser Expression, jäher Abgründe, spiritueller Obertöne und immer wieder bestürzender Modernität.
Die „Erste“ wird in der Linzer Fassung vom ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Cornelius Meister zu hören sein. Bruckner gestaltete seine erste c-Moll-Symphonie über 20 Jahre nach Fertigstellung der Urfassung in vielerlei Details nochmals um. In Salzburg allerdings ist die Urfassung zu hören. Das RSO stellt dabei dem von der Wiener Klassik beeinflussten Werk zwei Werke von Marc-André Dalbavie gegenüber (9. August 2014, 19:30 Uhr Felsenreitschule).
Mit Bernard Haitink ist einer der versiertesten Bruckner-Dirigenten zu Gast. Der Dirigent hat alle Bruckner-Symphonien auf Tonträger eingespielt und manche sogar mehrfach. Mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wird er sich dem „kontrapunktischen Meisterwerk“, wie Bruckner seine 5. Symphonie selbst nannte, widmen (29. Juli 2014, 21:00 Uhr Großes Festspielhaus).
Christoph Eschenbach interpretiert mit dem Gustav Mahler Jugendorchester am 25. August 2014, 21:00 Uhr im Großen Festspielhaus die 7. Symphonie, die Bruckner den lang ersehnten Durchbruch als Komponist bescherte.
Die unvollendet gebliebene gewaltige 9. Symphonie war bei ihrer Uraufführung 1932 ein Ausblick in die Zukunft der Musikgeschichte. Christoph von Dohnányi wird mit dem Philharmonia Orchestra, dessen Ehrendirigent er ist, die letzte der „symphonischen Riesenschlangen“ – so Johannes Brahms despektierlich über Bruckners Symphonien – mit Sicherheit in die vollendetste Form bringen. (7. August 2014, 20:00 Uhr Großes Festspielhaus).

Die Wiener Philharmoniker widmen sich neben der dritten Symphonie Bruckners jenen vier Symphonien, die das Orchester seinerzeit in Wien zur Uraufführung gebracht hat: der zweiten, vierten, sechsten und achten Symphonie. Daniel Barenboim, Riccardo Chailly, Daniele Gatti, Philippe Jordan und Riccardo Muti stehen dabei am Pult dieses Orchesters.

Schöner kann eine Hommage an einen der innovativsten Komponisten seiner Zeit nicht sein! Wenn Sie sich in der Welt Bruckners verlieren und wunderbare Konzerte mit fabelhaften Interpreten erleben möchten, dann sichern Sie sich schnell Ihre Tickets!

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