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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Fragen an den zweiten Finalisten des Young Conductors Awards – Leo McFall

10 FEB 2014

by FESTSPIELKIEBITZ  12:30 h;
veröffentlicht in: Konzert

Leo McFall (Foto: Aiga Photography)
1) Was bedeutet es für Sie, Finalist des Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award zu sein?
Es ist mir eine große Ehre. Ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Mozarteumorchester und Jan Lisiecki.

2) Woran denken Sie bei den Worten ‘Salzburg’ und ‘Salzburger Festspiele’?
An Mozart natürlich! Aber ich denke auch an die vielen bedeutenden Musiker, die hier aufgetreten sind. Ich bin ein großer Bewunderer von Sándor Végh und liebe seine Live-Einspielungen, die in Salzburg entstanden sind.

3) Was ist Ihr berufliche Motivation? Haben Sie Vorbilder?
Ich gehe immer von der Musik selbst aus. Jedes Stück stellt eigene Anforderungen und ist eine Welt für sich. Ich habe immer das Bedürfnis gehabt, der Musik nahe zu sein und sie auszuüben; das ist meine innere Triebfeder.
Viele wundervolle Musiker haben mich dabei inspiriert – ganz speziell mein erster Klavierunterricht. Später hatte ich das große Glück, auf Bernard Haitink und Gérard Korsten zu treffen und mit ihnen zu arbeiten;  beide sind in der Lage, sich auf ganz unmittelbare Weise ins Herz der Musik hineinzubegeben. Ich versuche auch, zahlreiche andere Musiker im inneren Ohr zu behalten – das Spiel von Radu Lupu, den Gesang von Karita Mattila, das Takacs Quartett… Man kann sich von allem inspirieren lassen!

4) Was bedeutet Ihnen Musik im Allgemeinen? Was möchten Sie in Ihrem Leben erreichen?
Ich habe großes Glück, Musiker zu sein; Musik bedeutet mir alles und sie hat mich mein ganzes Leben hindurch geleitet. In erster Linie ist sie emotionales Erleben für mich, eine emotionelle Notwendigkeit. Gleichzeitig erfordert sie eine immense mentale Konzentration, physische Fitness, Sprachkenntnisse – einfach alles! Sie ist absolut grenzenlos; und es gibt immer so viel zu arbeiten und zu genießen.

5) Was war die berufliche Erfahrung, die Sie am tiefsten inspiriert hat?
Dvořáks „Rusalka“ zu dirigieren; das ist eines der schönsten Stücke, das ich kenne – es war eine unglaubliche Erfahrung, diese Oper aufzuführen.


Der 32-jährige Brite Leo McFall schloss sein Dirigierstudium an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Johannes Schlaefli mit Master Degree ab. Von 2007 bis 2010 war Leo McFall Assistenzdirigent beim Glyndebourne Festival u.a. bei Edward Gardner, Jiří Bělohlávek und Harry Bicket. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit Bernard Haitink, dem er bei Konzerten mit dem Concertgebouworkest Amsterdam, den Wiener Philharmonikern, dem Chicago Symphony und dem European Union Youth Orchestra assistierte. 2009 vertrat er Bernard Haitink mit großem Erfolg am Pult des Chicago Civic Orchestra. Förderungen erhielt er u.a. durch den Deutschen Musikrat und belegte Kurse bei Herbert Blomstedt, Bernhard Kontarsky, Jun Märkl und Markus Poschner. Seit 2012 ist Leo McFall 1. Kapellmeister am Theater Meiningen und seit 2013 Assistenzdirigent des Gustav Mahler Jugendorchesters. Kommende Engagements des jungen Dirigenten beinhalten Debüts mit dem Spanish RTVE Orchestra, dem ProMusica Chamber Orchestra Ohio, dem Janáček Philharmonic of Ostrava sowie Opernproduktionen am Theater Meiningen.

Tickets für das Konzert am 1. März um 19:30 Uhr könnten Sie unter diesem Link bestellen.

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