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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Pa pa pa pa ... Pause ...

16 AUG 2013

by Theresa Dittmar  14:52 h;
veröffentlicht in: Oper

Theresa Dittmar (Foto: Ohne Angaben)
„Auch wenn diese Kindervorstellungen nur gut 65 Minuten dauern, ist es doch recht anstrengend, jeden Tag zu spielen. Viele Fotos wurden gemacht und Autogramme verteilt und die Kinder scheinen wirklich Spaß zu haben. Wir natürlich auch, dennoch sind wir jetzt alle froh mal einen Tag zu haben, an dem man nicht geschminkt wird und keine Perücke aufsetzen muss.

Viel Zeit zum Ausruhen bleibt uns sowieso nicht. Einige von uns fliegen schon bald nach Mallorca, um dort ein Konzert zu singen. Die anderen bereiten sich in der Zwischenzeit für unser Abschlusskonzert vor! Das ist nämlich schneller da als man glaubt. Am 23. August ist es schon so weit, also müssen wir uns ranhalten.

Trotzdem jetzt heißt es erst Mal ein bisschen das schöne Wetter genießen und zur Ruhe kommen, bevor es in den Endspurt des YSP geht. Daran wollen wir noch gar nicht denken. Wir haben uns alle so aneinander und an den Alltag hier gewöhnt, dass wir das Ende dieses Sommers ein bisschen fürchten. Denn obwohl wir alle müde und erschöpft sind, genießen wir die Zeit hier sehr. Es sind enge Freundschaften entstanden in der kurzen Zeit, die wir hier zusammen haben. Da dieses Projekt aber sehr international ist und wir alle aus verschiedenen Ecken der Welt kommen – Australien, Kanada, Italien, Slowenien, Ukraine etc. – haben wir natürlich ein bisschen Angst, dass wir einander nicht mehr so bald wieder sehen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein paar von uns bleiben zumindest in Europa und die Opernwelt ist ja doch eine kleine. Wer weiß, vielleicht haben wir irgendwann die Gelegenheit wieder zusammen auf der Bühne zu stehen. Es ist toll, wenn man mit Leuten zusammenarbeiten darf, die einem ans Herz gewachsen sind. Deshalb ist es besonders schön für mich als Blonde in der Entführung aus dem Serail für Kinder mit Siobhán Stagg als Konstanze, einer Sopranistin aus Australien, beste Freundinnen zu spielen. In der Realität sind wir es schon längst geworden. Ich könnte mir keine bessere Partnerin wünschen. Ich hoffe sehr, dass wir wieder einmal die Gelegenheit bekommen, zusammen zu spielen. Es ist schon erstaunlich, wenn man Menschen trifft, die am anderen Ende der Welt aufgewachsen sind und dann innerhalb von sechs Wochen eine so enge Bindung entsteht, dass man sich den Menschen nicht mehr aus seinem Leben wegdenken kann und will. Hoffentlich müssen wir das auch nicht! Siobhán ist ab der nächsten Spielzeit in der Deutschen Oper Berlin im Opernstudio engagiert. Wir haben also Gott sei Dank die Möglichkeit einander zu besuchen. Und wenn man etwas lernt in diesem Beruf dann, dass echte Freundschaften keine Entfernungen kennen.“

Theresa Dittmar

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