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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Endprobenzeit für die „Entführer“

24 JUL 2013

by Theresa Dittmar  11:28 h;
veröffentlicht in: Oper

Theresa Dittmar, Philippe Spiegel (Foto: Wild & Team)
Endproben sind immer ein bisschen stressig. Durch die fertige Bühne, die Kostüme und das Orchester verändern sich nochmal die Verhältnisse. Wir Young Singers müssen uns an diese neuen Gegebenheiten erst mal ein bisschen gewöhnen. Viel Zeit bleibt aber nicht mehr. Auch ein turbulentes Wochenende liegt hinter uns. Am letzten Samstag, 20. Juli 2013, haben alle Mitglieder des Young Singers Project auch ihren Teil zum Fest zur Festspieleröffnung der Salzburger Festspiele beigetragen. Bei zwei Konzerten in der Universitätsaula konnten die Besucher einen Eindruck von uns jungen Sängern bekommen. Das war schon nicht unanstrengend für uns alle und ziemlich heiß war es auch! Aber Ausruhen ist jetzt erst mal nicht angesagt. Unsere Produktion Die Entführung aus dem Serail für Kinder geht jetzt in die Endprobenzeit. Das Orchester ist eingetrudelt und die ersten Bühnenorchesterproben haben schon stattgefunden. Wir sind aber ziemlich zuversichtlich, nicht zuletzt wegen unseres tollen musikalischen Leiters, Ben Gernon (Gewinner des Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award 2013). Es ist toll, mit einem so jungen und talentierten Dirigenten zu arbeiten. Es ist wirklich etwas Besonderes, dass diese Produktion von so vielen jungen Leuten auf die Beine gestellt wird. Wir können sehr viel voneinander lernen und befinden uns alle in einer ähnlichen Lebenssituation. Für uns ist es eine tolle Chance und eine Herausforderung zugleich.
Ich freue mich besonders auf die ersten Ausstattungsproben mit Kostüm, Maske und Beleuchtung. Langsam bekommen wir einen Eindruck davon, wie sehr wir uns verwandeln werden. Da in unserem Fall beide Besetzungen der Blonden brünett und beide Besetzungen der Konstanze blond sind, gibt es viele Perücken. Bei der Maskenanprobe gab es schon einiges zu staunen. Mit blonden Kringellocken sieht man dann doch auf einmal ganz anders aus.
Ein bisschen zu schaffen macht uns leider die Hitze. Die Kostüme sind wunderschön aber doch recht warm. Mit vielen Scheinwerfern, die einen anstrahlen und einer ausgefallenen Klimaanlage in der Universitätsaula kommt man dann doch ins Schwitzen. Besonders schwer trifft es unsere beiden Osmins. Die zwei werden nicht nur in ein tolles orientalisches Kostüm gesteckt, sondern bekommen auch noch ein paar Pfunde dazu geschwindelt. Unter den vielen Schichten des Kostüms steckt also zusätzlich noch ein „Fatsuit“, das erleichtert die Sache nicht. Da heißt es Augen zu und durch, ganz viel trinken und in den Pausen schnell ein Eis essen!

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