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SALZBURGER FESTSPIELE BLOG

Neustart für eine traditionsreiche Publikation: Salzburger Festspiel-Almanach erscheint erstmals im Eigenverlag der Festspiele

16 JUL 2012

by FESTSPIELKIEBITZ  17:54 h;
veröffentlicht in: Allgemein

Salzburger Festspiel-Almanach 2012
Seit 45 Jahren existiert der Salzburger Festspiel-Almanach. Was 1967 als Initiative des legendären Verlegers Wolfgang Schaffler begann, der mit der Gestaltung eines offiziellen Programmbuchs eine produktive Verbindung zwischen dem Residenz Verlag und den Salzburger Festspielen etablieren wollte, hat in der Geschichte dieses Verlags verschiedenste Erscheinungsbilder gezeigt. 2012 erscheint der Festspiel-Almanach nun erstmals im Eigenverlag der Salzburger Festspiele und bietet mehr Backstage-Einblicke denn je zuvor.

Die Wiener Kulturpublizistin und Autorin Monika Mertl, die das Projekt bereits von 2001 bis 2009 verantwortlich betreut und während der Intendanzen von Gerard Mortier, Peter Ruzicka und Jürgen Flimm unterschiedlichste Publikationen herausgebracht hat, wurde von der Festspielleitung neuerlich mit der redaktionellen Gestaltung betraut. „Dass der Almanach nun von den Festspielen selbst herausgegeben wird, bedeutet vor allem einen Close-Up-Effekt“, sagt Mertl. „Dank der engen Zusammenarbeit mit der Dramaturgie des Hauses und mit den Produktionsdramaturgen können wir mehr als bisher hinter die Kulissen schauen und aus dem Backstage-Bereich berichten. Dieser Zugewinn an Lebendigkeit und Unmittelbarkeit wird sicher auch neue Leser ansprechen. Es soll aber weiterhin die Aufgabe des Almanachs sein, die einzelnen Festspiel-Produktionen auch im Zusammenhang zu betrachten, innere Verbindungen zu reflektieren und mit literarischen, zum Teil fiktionalen Beiträgen die Phantasie anzuregen und die Leser zur individuellen Beschäftigung mit den Festspiel-Themen zu inspirieren. Nicht zuletzt soll der Almanach seinen Service-Charakter als Gesamtprogramm der Festspiele behalten, in dem sämtliche Veranstaltungen mit detaillierten Angaben dokumentiert sind; in dieser Funktion wird er hoffentlich seinen Kultstatus als Sammlerobjekt bewahren.“

Die aktuelle Ausgabe setzt einen Schwerpunkt auf Künstlerinterviews. Nikolaus Harnoncourt und Heinz Holliger stehen beispielsweise Rede und Antwort, Peter Simonischek und Nicholas Ofczarek sprechen über ihre Jedermann-Erfahrungen auf dem Domplatz und auch mit Damiano Michieletto und Jonas Kaufmann sind Interviews für den Almanach geführt worden. Durch Gespräche mit den beiden Rollen „Neid“ und „Hass“ aus Der Bauer als Millionär erfahren Sie auch über diese Produktion viel Spannendes. Optisch lebt der Almanach von den vielen schönen Backstage-Fotos von Luigi Caputo.

Der Almanach umfasst 324 Seiten und beinhaltet neben detaillierten Produktionsinformationen und Künstlerinterviews ca. 100 Abbildungen. Alle Essays sind sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch abgedruckt. Der im Eigenverlag erscheinende Almanach ist im Festspiel-Shop, in ausgewählten Buchhandlungen und bei allen Vorstellungen der Salzburger Festspiele erhältlich und kostet Euro 19,90.

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